10:55 27 November 2020
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    Der schwedische U-Boot-Bauer und Erfinder Peter Madsen hat in einer neuen Aussage eingeräumt, die Leiche der Journalistin Kim Wall zerstückelt und ins Wasser geworfen zu haben.

    Madsen streitet jedoch ab, die Journalistin ermordet zu haben — sie sei im Inneren des U-Bootes an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben, während er an Deck gewesen sei, behauptet der 46-jährige Erfinder nun. Dies teilte die Kopenhagener Polizei am Montag unter Berufung auf eine neue Aussage des Mordverdächtigen mit.

    Zuvor hatte Madsen jedoch angegeben, der 30-jährigen Journalistin sei eine Ladeluke auf den Kopf gefallen. Am Schädel waren jedoch bei der Obduktion keine Spuren einer solchen Verletzung gefunden worden.

    Madsen wird beschuldigt, die schwedische Journalistin Kim Wall am 10. oder 11. August an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben. Die Polizei vermutet ein sexuelles Motiv, eine Vergewaltigung konnte bisher aber nicht nachgewiesen werden.

    Die 30-jährige schwedische Journalistin wollte eine Reportage über Madsen schreiben und hatte deshalb mit ihm mit der „Nautilus“ einen Ausflug unternommen.

    Elf Tage später wurde ihre enthauptete Leiche entdeckt, von der die Gliedmaßen enfernt waren. Zwei Monate nach dem mutmaßlichen Mord ist auch ihr Kopf gefunden worden. Später ergab die Obduktion, dass der Frau die Luft aus den Lungen gepresst worden war, damit ihre Leiche nicht an die Oberfläche treiben würde. Im Torso seien zahlreiche Messerstiche entdeckt worden.

    Anfang Oktober hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass der unter Mordanklage stehende U-Boot-Bauer Peter Madsen Videos besaß, in denen Frauen gefoltert, enthauptet und anschließend verbrannt wurden. Entsprechende Filme seien auf einer Festplatte in Madsens Werkstatt gefunden worden.

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    Tags:
    U-Boot, Schweden