14:43 28 Januar 2020
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    In Buenos Aires ist am Montag zum ersten Mal außerhalb Europas eine Gedenktafel der Stolpersteine-Initiative verlegt worden, berichten deutsche Medien. Der Gedenkstein befindet sich am Eingang der Pestalozzi-Schule und ehrt die deutsche Auslandsschule als Zufluchtsort der Opfer der NS-Verfolgungen.

    «Die Schule hat mir ein Gefühl der Geborgenheit gegeben und das Trauma der Emigration erleichtert», steht es auf der Bronzeplakette geschrieben.

    Das Zitat stamme von Margot Aberle Strauss, die 1938 mit ihrer jüdischen Familie aus Hamburg vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nach Argentinien fliehen musste. Dort sei sie in die Pestalozzi-Schule gekommen, die 1934 als Reaktion auf die nationalsozialistische Gleichschaltung der deutschsprachigen Schulen in Argentinien gegründet wurde.

    Das 1992 gestartete „Stolpersteine“-Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig existiert mittlerweile in vielen europäischen Städten.

    Die im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln aus Messing sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Nazi-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert oder in den Suizid getrieben wurden.

    Die Pestalozzi-Schule sei jedoch als «ein Ort der Ankunft, Aufnahme und des Schutzes der Opfer» anerkannt worden, wie der deutsche Botschafter Jürgen Mertens bei der Verlegung des Stolpersteins sagte.

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    Tags:
    Juden, Verfolgung, Nazis, Buenos Aires, Deutschland