21:25 16 Dezember 2017
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    Pressekonferenz des russischen Verteidigungsministeriums zur Lage in Syrien (Archivbild)

    Moskau wirft US-Koalition „geographischen Irrsinn“ vor

    © Sputnik/ Alexander Wilf
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    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow hat die Erklärung der US-geführten Koalition über fliehende Zivilisten aus dem von der syrischen Regierungsarmee befreiten Deir ez-Zor als „geographischen Irrsinn“ bezeichnet.

    Der Leiter der Spezialkräfte der US-Koalition, Generalmajor James Gerrard, hatte zuvor erklärt, dass Tausende Araber aus Deir ez-Zor in die Stadt al-Mayadeen fliehen würden – aber nicht vor den Terroristen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh), sondern angeblich vor den Regierungskräften. Ihm zufolge gehen die Menschen dabei nicht süd-, sondern nordwärts – in die von den „Demokratischen Kräften Syriens“ kontrollierten Gebiete.

    „Gerrard hat neulich in seinen Phantasien über die Ereignisse im Osten Syriens all seine Kollegen übertroffen“, sagte Konaschenkow. „Es war ziemlich merkwürdig, vom Leiter der Spezialkräfte einen geographischen Irrsinn über die aus dem vom IS befreiten Deir ez-Zor in Richtung al-Mayadeen (im Süden des Landes) angeblich fliehenden „Tausenden Araber“ zu hören. Dabei wurde betont, dass die Menschen nicht ‚nach Süden, wo Araber leben, sondern nach Norden‘ fliehen.“

    Konaschenkow betonte, dass es in Wirklichkeit keine Syrer gebe, die nach Norden, also in Richtung der befreiten Stadt Rakka fliehen wollten. „Denn nach den Bombardements der Stadt durch die US-geführte Koalition gibt es eben kein Rakka mehr“, so der russische Armeesprecher.

    Konaschenkow erinnerte zudem daran, dass die syrische Armee al-Mayadeen vor mehr als zwei Wochen befreit habe, und dass „Tausende Syrer“ dorthin nicht etwa fliehen, sondern mit der vom russischen Zentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien und anderen internationalen Organisationen bereitgestellten humanitären Hilfe heimkehren würden.

    „Der Willen, sich im Wunschdenken in Syrien zu üben, ohne dabei die reale Lage ‚am Boden‘ zu kennen, ist für die meisten Vertreter der US-geführten Koalition typisch“, betonte Konaschenkow abschließend.

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    Tags:
    Heimkehr, humanitäre Hilfe, Araber, Flucht, Terroristen, Zivilisten, Syrische Regierungsarmee, US-Koalition, Terrormiliz Daesh, Igor Konaschenkow, Al-Mayadin, Deir ez-Zor, Rakka
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