17:39 17 Oktober 2018
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    Das Baggerschiff „Tian Kun Hao“

    Größtes Baggerschiff Asiens: Wozu braucht China diesen neuen Riesen?

    © AFP 2018 / STR
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    In China ist das Baggerschiff „Tian Kun Hao“ vom Stapel gelaufen: Das ist laut der Zeitung „The China Daily“ das größte Wasserfahrzeug dieser Art in Asien. China will es zum Aufschütten künstlicher Inseln benutzen, was seine Fähigkeit zur Landgewinnung steigern und seine Position im Südchinesischen Meer festigen soll.

    Mit einer Verdrängung von 17.000 Tonnen und einer Länge von 140 Metern ist das Schiff dem Blatt zufolge in der Lage, 6000 Kubikmeter Sand pro Stunde auszubaggern. Dabei läuft alles auf der „Tian Kun Hao“ fast vollständig automatisch: Die Steuerung des Schiffes übernehmen Computer, die Einmischung des Menschen ist minimal.

    Das Baggerschiff war 2016 auf Kiel gelegt worden. Es soll bis zum Juni 2018 in Dienst gestellt werden. In dem Zeitungsartikel wird das Schiff als „magischer Inselmacher“ bezeichnet.

    Besonders vor dem Hintergrund des Inselstreits im Südchinesischen Meer ist das neue chinesische Riesen-Schiff von einiger Bedeutung. Auf solchen künstlich aufgeschütteten Inseln können beispielsweise Waffen stationiert werden. Mit dem Bau künstlicher Inseln versucht China unter anderem, seinen Anspruch auf umstrittene Gebiete im Südchinesischen Meer zu festigen.

    Seit längerem gibt es in der Region Spannungen. Auf das Südchinesische Meer entfällt fast ein Drittel des globalen Frachtverkehrs, die Schelfe der darin befindlichen Inseln sind reich an Öl. Deshalb werden bestimmte Teile dieser Region, wie zum Beispiel die umstrittenen Spratly-Inseln, außer China auch von Ländern des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) wie Brunei, Vietnam, Malaysia und den Philippinen beansprucht.

     

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    Tags:
    Schiff, Donald Trump, Südchinesisches Meer, China