Widgets Magazine
22:36 17 August 2019
SNA Radio
    Der Roboter Nerechta-2

    „Der Bär gewinnt an Kraft“: Leser westlicher Medien über Kampfroboter aus Russland

    © Foto: Russian Foundation for Advanced Research Projects in the Defense Industry
    Panorama
    Zum Kurzlink
    1683

    Westliche Medien haben dem russischen Kampfroboter „Nerechta“, der die Prüfungen auf den Testgeländen des Verteidigungsministeriums erfolgreich bestanden hat und in die Bewaffnung aufgenommen werden soll, Beiträge gewidmet, in denen die Vor- und Nachteile dieser Maschine aktiv erörtert werden.

    Beiträge zu dieser Thematik brachten unter anderem das US-amerikanische Portal Defense One und die britische Zeitung „Daily Mail“. Ihre Leser haben sie aktiv kommentiert.

    „Diese unbemannten Panzer brauchen keine schwere Panzerung. Sie können kleiner und leichter gemacht werden, sie werden schwerer zu treffen sein. Der Preis wird sinken, die Maschinen werden populär, und Russland wird sie an wen es will verkaufen. Unsere Panzer werden dem schwer etwas entgegenhalten können. Das ist höchst beunruhigend“, schreibt stderr. 

    „Ein kluger Schachzug, sie unbemannt zu machen, wir wissen alle, wie die Russen fahren“, ironisiert Hal Wolkonski.

    Andere äußerten sich skeptisch zur Idee, diese Kampfroboter fernzusteuern.

    „Alles ist nicht so einfach, wie es scheinen mag. Wenn es sich um eine Fernsteuerung über Funk handelt, so wird man sie hacken können, wenn eine Software den Roboter steuert, so sind unvorhergesehene Situationen unvermeidlich. Erfolgt die Steuerung über ein Kabel, so schränkt das die Distanz ernsthaft ein. Panzer brauchen immer eine Besatzung, um den Gegner zu überlisten“, schreibt Ronsoppinion.

    „Schon im ersten Kampf werden Ingenieure des Gegners sie in Besitz nehmen und sie gegen ihre Schöpfer richten“, warnt ErvinKosch.

    Viele Kommentatoren stellen Überlegungen zu den militärischen Möglichkeiten der USA an.

    „Ausgezeichnet … Nun werden die USA Milliarden ausgeben, um im Wettlauf robotisierter Waffenkomplexe nicht zurückzubleiben“, meint ceasar empört.

    „In der Zeit, wo in den USA ethische Fragen diskutiert werden, machen die Russen schnell Fortschritte und erlangen ein technologisches Übergewicht in Militärtechnologien. Wenn das so weitergeht, wird es keinen Platz für Erörterungen mehr geben – nur russische Roboter!“ – befürchtet Marc King.

    „Onkel Sam ist völlig verrückt geworden, er nimmt Transvestite in die Armee auf, wo der russische Bär an Kraft gewinnt“, schreibt Bill Smith.

    Der Kampfroboter „Nerechta“ besitzt ein Raupenketten-Fahrwerk, ein gepanzertes Gehäuse und Möglichkeiten zur Installation von Spezialausrüstung. Seine Plattform ist 2,5 Meter lang, 1,6 Meter breit und ohne Ausrüstung nur 0,9 Meter hoch. Mit voller Ausrüstung wiegt die Maschine etwa eine Tonne. Der Roboter hat drei Module: ein Gefechtsmodul, ein Modul für Transportzwecke und ein Modul für die Artillerieaufklärung. Das Gefechtsmodul kann mit einem Maschinengewehr des Kalibers 12,7 mm „Kord“ oder einem Turm-Maschinengewehr des Kalibers 7,62-mm bestückt werden. Es kann auch ein automatischer Granatwerfer AG-30M installiert werden. In der Perspektive soll der Kampfroboter auch mit schweren Waffen, insbesondere mit Panzerabwehrraketen, ausgerüstet werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Vorerst kein freier Lauf für eiserne „Raubtiere“ bei russischen und US-Militärs
    Tags:
    Nerechta-Kampfroboter, USA, Russland