16:59 12 Dezember 2017
SNA Radio
    Smartwatches (Archivbild)

    „Ausspähen aus jedem Bügeleisen“: Deutschland verbietet Smartwatches für Kinder

    © AP Photo/ John Locher
    Panorama
    Zum Kurzlink
    4347

    Deutschland hat kürzlich ein Verbot gegen Kinderuhren mit Abhörfunktionen verhängt. Wie die Zeitung „The Guardian“ am Samstag schreibt, rufen die Eltern dazu auf, „alle Geräte, die die Klassenräume abhören könnten, zu vernichten“. Zielscheibe seien Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren.

    Auch gegen einige Unternehmen, die im Internet die Smartwatches für Kinder anbieten, sollen die Behörden entsprechende Maßnahmen ergriffen haben. Laut dem Blatt ist diesem Verbot die im Februar getroffene Entscheidung zum „Verbot der Sprechpuppe“ vorausgegangen.     

    „Fast alles lässt sich heute vernetzen – von Autos und Kühlschränken über Puppen bis hin zu Herzschrittmachern. Das ist nicht ohne Risiko. Kinderuhren mit Abhörfunktion wurden jetzt auf den Index gesetzt“, schreibt das „Handelsblatt“.

    Als anschauliches Beispiel dafür diene die aus Großbritannien nach Deutschland gelieferte  smarte Puppe „My Friend Cayla“.   

    Solche Fälle seien unter anderem im politischen Bereich möglich, so das Blatt. Das Innenministerium prüfe zurzeit Risiken, die Kühlschränke, Waschmaschinen und Pupen darstellen könnten.    

    Die Smartwatches sind jetzt besonders populär unter den Kindern. Diese Geräte ermöglichen es den Eltern,  über eine App unbemerkt die Umgebung des Kindes abzuhören. Unter anderem könnte man mit Hilfe eines Smartphones unbemerkt ein Foto machen oder zum Beispiel Lehrer im Unterricht abhören. Diese Uhren verfügen auch über eine SIM-Karte und eine eingeschränkte Telefoniefunktion, die über eine App eingerichtet und gesteuert werden.

    Zum Thema:

    LEGO wird smart: Kids sollen Spielzeug per App programmieren
    Brutale Lego-Welt – Studie
    Hoppla! Kind zerstört LEGO-Statue für 15.000 Dollar
    Tags:
    Verbot, Smartphones, Handelsblatt, The Guardian, Großbritannien, Deutschland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren