15:22 12 Dezember 2017
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    U-Boot-Besitzer Peter Madsen (Archivbild)

    U-Boot-Drama: Menschlicher Arm in dänischer Bucht entdeckt – stammt er von Kim Wall?

    © AFP 2017/ Bax Lindhardt / Scanpix Denmark
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    Die Kopenhagener Polizei hat laut dänischen Medien einen menschlichen Arm in der Køge-Bucht in der südwestlichen Ostsee gefunden. Es wird vermutet, dass der Fund im Zusammenhang mit dem Tod der Journalistin Kim Wall und mit dem schwedischen U-Boot-Bauer Peter Madsen steht.

    „Wir haben noch nicht festgestellt, ob es ein rechter oder ein linker Arm ist und zu wem er gehört. Wir gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang mit dem U-Boot-Fall gibt“, sagte ein Vertreter der Polizei.

    Madsen wird beschuldigt, die schwedische Journalistin Kim Wall am 10. oder 11. August an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben.

    Die 30-jährige wollte eine Reportage über Madsen schreiben und hatte deshalb mit ihm mit der „Nautilus“ einen Ausflug unternommen. Elf Tage später wurde ihre enthauptete Leiche mit abgetrennten Gliedmaßen entdeckt. Zwei Monate nach dem mutmaßlichen Mord ist auch ihr Kopf gefunden worden. Später ergab die Obduktion, dass der Frau die Luft aus den Lungen gepresst worden war, damit ihre Leiche nicht an die Oberfläche treiben würde. Im Torso seien zahlreiche Messerstiche entdeckt worden.

    Madsen gab nach mehrmaligen, unterschiedlichen Aussagen zu, die Leiche von Kim Wall zerstückelt und ins Wasser geworfen zu haben. Er streitet jedoch weiterhin ab, die Journalistin ermordet zu haben — er behauptet, dass sie im Inneren des U-Bootes an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben sei, während er an Deck gewesen sei. Ein Gerichtsverfahren soll am 8. März 2018 beginnen.

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    Tags:
    Mord, U-Boot, Dänemark
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