03:13 14 Dezember 2017
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    „Kritische Phase“ bei Suche nach U-Boot aus Argentinien – Putin bietet Hilfe an

    © REUTERS/ Armada Argentina/Handout
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    Die argentinische Marine spricht von einer „kritischen Phase“, nachdem die letzte Hoffnung auf Rettung des U-Bootes ARA San Juan – eine vermeintliche Funknachricht - sich als falsch entpuppt hat. Die Situation hat nun der russische Präsident Wladimir Putin mit seinem argentinischen Amtskollegen Mauricio Macri telefonisch besprochen.

    Wie die argentinische Marine warnt, befindet sich die internationale Suchaktion nach dem verschollenen U-Boot in einer „kritischen Phase“. Die Sauerstoffreserven an Bord könnten sehr knapp werden oder sogar aufgebraucht sein.

    Es fehle immer noch jede Spur von dem U-Boot, teilte der Marinesprecher Kapitän Enrique Balbi mit.

    In einem am Mittwoch stattgefundenen Telefongespräch habe der russische Präsident Wladimir Putin seinem Amtskollegen Mauricio Macri Unterstützung angeboten, teilt der Pressedienst des Kremls mit. Derzeit würden die Verteidigungsministerien beider Länder zu diesem Thema in Kontakt bleiben. 

    Das 65 Meter lange und sieben Meter breite Diesel-U-Boot aus deutscher Produktion war am 15. November mit 44 Menschen an Bord vom Radar verschwunden, als es auf dem Weg zu seinem Stützpunkt in Mar del Plata war. Am Sonntag berichtete das argentinische Militär, Notsignale empfangen zu haben, die möglicherweise von der vermissten „ARA San Juan“ stammten. Der Kontakt habe aber nicht hergestellt werden können. Das U-Boot verfügt nach offiziellen Angaben über Sauerstoff für höchstens sieben Tage. Russische Experten bezweifeln dies jedoch, da sich an Bord des U-Boots 44 statt dem technisch vorgesehenen Maximum von 29 Mann Besatzung befinden.

     

    Tags:
    U-Boot, Deutschland
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