03:56 18 Dezember 2017
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    Zur Unterstützung des verschollenen U-Boots ARA San Juan

    Explosion an Bord des argentinischen U-Boots? „Hydroakustische Anomalie“ registriert

    © REUTERS/ Marcos Brindicci
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    Bei der Suche nach dem seit über einer Woche verschollenen argentinischen U-Boot „ARA San Juan“ gehen die Rettungsteams einer neuen Spur nach. Nach neuen Erkenntnissen soll am Tag des Verschwindens des Boots in der Nähe eine „hydro-akustische Anomalie“ registriert worden sein. Dies berichtet die Zeitung „Nacon“.

    Drei Stunden nach der letzten Kommunikation mit der „ARA San Juan“ am 15. November etwa 50 Kilometer vom letzten bekannten Standort des U-Boots entfernt habe es ein ungewöhnliches Geräusch im Meer gegeben, so das Blatt unter Berufung auf den Sprecher der argentinischen Marine, Enrique Balbi.

    Ein US-Institut soll Argentinien erst vor kurzem darüber informiert haben, hieß es weiter. Rettungsschiffe seien inzwischen an diesen Standort im Südatlantik in Bewegung gesetzt worden, um herauszufinden, ob die registriert Anomalie einen Bezug zum verschollenen U-Boot habe.

    Zu der Frage, ob das Geräusch von einer Explosion an Bord des U-Boots stammte, wollte Balbi sich nicht äußern. „Es ist ein Geräusch und es muss bestätigt und untersucht werden“, betonte er.

    Suche nach dem verschollenen argentinischen U-Boot „ARA San Juan“
    © REUTERS/ Argentine Navy
    Suche nach dem verschollenen argentinischen U-Boot „ARA San Juan“

    Ein ehemaliger U-Boot-Kommandeur, der nicht namentlich genannt werden wollte, teilte der Agentur AFP dagegen mit, dass es „ein sehr lauter Lärm gewesen sein“ müsse. Es könne sich daher um eine Explosion gehandelt haben.

    Zuvor hatte die Zeitung „Clarin“ berichtet, dass ein Flugzeug der US-Marine bei der Suche nach dem vermissten argentinischen U-Boot auf eine Wärmequelle in 70 Metern Tiefe im Südatlantik gestoßen sei. Auf den Geräten des Flugzeugs sei ein Wärmefleck registriert worden, der darauf hindeute, dass es sich um das vermisste argentinische U-Boot „ARA San Juan“ handeln könnte. Das argentinische Verteidigungsministerium bestätigte diese Berichte allerdings nicht.

    Der Kontakt mit dem U-Boot war am 15. November abgerissen. Das U-Boot mit 44 Menschen an Bord verfüge über Sauerstoff für sieben Tage, wenn es nicht auftauchen kann. Russische Experten bezweifeln dies, weil sich an Bord des U-Boots 44 statt 29 Mann Besatzung befinden.

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    Tags:
    US-Marine, Anomalie, Informationen, Suche, Kontakt, U-Boot, Flugzeug, Explosion, Argentinien, Atlantik
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