20:36 15 Dezember 2017
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    Russland in Visier: Dänemark baut Spionier-Superturm

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    Die dänische Regierung plant, auf der Insel Bornholm südöstlich von Kopenhagen eine 90 Meter lange Ausspäh-Station zu bauen, um Meldungen im ganzen Ostseeraum, vor allem aus Russland abfangen zu können. Dies berichtet die Zeitschrift „Newsweek“ unter Berufung auf den Leiter des Dienstes für militärische Aufklärung, Lars Findsen.

    Kopenhagen wolle „Russlands Absichten gegenüber Dänemark besser verstehen“ können, so das Blatt. Dazu sei das Land von den angespannten Beziehungen zwischen Russland und der Nato sowie von der angeblichen Wehrentwicklung Moskaus angeregt worden.

    Die neue Station werde den 1940 eingerichteten Radarkomplex ersetzen, der vor fünf Jahren geschlossen worden war.

    In den letzten Monaten baut die Nato ihre Präsenz im Baltikum immer weiter aus und begründet dies mit der angeblichen Notwendigkeit, der „russischen Gefahr“ zu widerstehen.

    Im Zweiten Weltkrieg okkupierten Nazi-Truppen die Insel Bornholm, die dann im Mai 1945 durch sowjetische Soldaten befreit wurde. Später gab die UdSSR die Insel an Dänemark zurück, allerdings unter einer Bedingung: dass hier niemals ein westliches Kontingent stationiert werde.

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    Tags:
    Radar, Plan, Ausspähung, Zuspitzung, Beziehungen, Spionage, NATO, Dänemark, Russland
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