15:53 11 Dezember 2017
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    A. Hitler und W. von Reichenau beim Essen, 1938

    „Mein Mampf“: Artikel über Hitlers Essgewohnheiten sorgt für Spott im Netz

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    Hirsebrei, Quark mit Leinöl und Pilze: Focus Online berichtet über kürzlich entdeckte Briefe der Diätköchin von Adolf Hitler. Das Thema der Vorlieben des Diktators scheint aber die meisten Leser bereits zu nerven.

    Die Briefe der jungen Köchin sollen sich seit Ende des Weltkrieges im Besitz von Manziarlys Schwester befunden haben und erst vor Kurzem von dem Historiker Stefan Dietrich entziffert worden sein.

    In ihren Briefen klagt Constanze Manziarly, die fast zufällig Köchin wurde und eine „nicht reinrassige“ Vorgängerin ersetzte, über die Last ihrer Arbeit. Mehr scheint in den Briefen nicht wirklich drin zu sein, außer den Essgewohnheiten von Hitler.

    „Ich backe täglich viel, stundenlang, aber abends ist immer alles weg“, schrieb sie zum Beispiel.

    An dem Abend, an dem Hitler sich vergiftet hatte, bereitete sie Spiegeleier und Kartoffelbrei zu. Dies berichtete allerdings nicht die Köchin in ihren Briefen, sondern vor Jahren schon Traudl Junge, eine von Hitlers Sekretärinnen.

    Im Großen und Ganzen bringt das Thema aber nichts Ungewöhnliches oder bisher unbekannte Fakten ans Licht und scheint auch bei den Lesern nicht gut angekommen zu sein:

    „Ein Hitler Thema verkauft sich immer. Gibt es für die Leser auch die Rezepte zum Nachkochen?“, spottet der User „Stefan Koch“ unter dem Facebook-Eintrag der Zeitung.

    „Mein Mampf“, antwortet ihm „Gerald Neubacher“

    „Der Führer wäre gerührt, wenn er wüßte, dass ihm noch täglich gedacht wird“, kommentierte Andreas Voigt‏ einen fast identischen Artikel bei Focus.

    „Gibt es bald ein Tagebuch dessen, der sein "Töpfchen" geleert hat und wir wissen mehr über des (Ver)Führers Stuhlgang?“, scherzt „SchauBär‏“.

     

    Tags:
    Focus, Der Spiegel, Adolf Hitler, Deutschland
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