03:23 23 Oktober 2018
SNA Radio
    Der US-Komiker Randy Credico während einer Aktion in New Yorks Parlament (Archivbild)

    Nach Interview mit Assange: US-Kongress lädt Komiker zu Anhörung vor

    © AP Photo / Mike Groll
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 330

    Der amerikanische Komiker, Bürgerrechtsaktivist und Journalist Randy Credico ist zu einer Anhörung im Ausschuss des US-Repräsentantenhauses gebeten worden, um im Rahmen der Ermittlungen zu „Russlands Einmischung in die Wahlen der USA“ auszusagen, hat dies aber abgelehnt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Alternet unter Verweis auf Credico.

    Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat den Artikel mit dieser Information später in seinem Mikroblog auf Twitter mit folgender Erläuterung veröffentlicht:

    „Der Journalist, der mich interviewt hat, hat sich geweigert, vor dem Repräsentantenhaus der USA auszusagen, indem er sich auf den ersten Zusatzartikel zur Verfassung berief.“

    Laut Alternet hatte Credico im November einen Brief bekommen, der von zwei Mitgliedern des Repräsentantenhauses, den Republikanern Adam Schiff und Michael Conaway, unterzeichnet war. Darin sei er gebeten worden, in der ersten Dezemberhälfte an einer Anhörung teilzunehmen. Der Komiker habe über seinen Anwalt eine Absage geschickt, die Gesetzgeber würden laut Letzterem nun beabsichtigen, Credico eine Vorladung zu überreichen.

    Die Ermittlungen zu Russlands angeblicher „Einmischung in die amerikanischen Wahlen“ sowie zu mutmaßlichen Verbindungen des Präsidenten Donald Trump zu Russland laufen gegenwärtig im FBI und im Kongress der USA. Zum Sonderstaatsanwalt für diese Ermittlungen wurde der Ex-FBI-Chef Robert Mueller ernannt. Sowohl der Kreml als auch das Weiße Haus weisen die erhobenen Beschuldigungen zurück. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, nannte sie „absolut unbegründet“. Trump erklärte ebenfalls mehrmals, es habe keine „Bündelei“ mit Moskau gegeben.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Trump Jr. veröffentlichte E-Mail-Wechsel mit WikiLeaks
    CIA tarnte seine Viren und Hacks als Programme von Kaspersky Lab – WikiLeaks
    Assange nennt Zahl der Mitarbeiter bei WikiLeaks
    „Fake-News-Story“: WikiLeaks will nicht gehackt worden sein
    Tags:
    Komiker, Anhörungen, Verletzung, Meinungsfreiheit, Interview, US-Kongress, WikiLeaks, Julian Assange, USA