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    Racheakt? Mann zündet Handgranaten in ukrainischem Gericht – Tote und Verletzte

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    Bei einer Explosion im Gerichtsgebäude der ukrainischen Stadt Nikopol sind zwei Menschen getötet und weitere zehn verletzt worden. Dies berichtete die Zeitung „Ukrajinska Prawda“ unter Verweis auf einen Polizeisprecher.

    Laut dem Polizeisprecher Jaroslaw Trakalo ereignete sich der Vorfall um 11.20 Uhr Ortszeit bei einer Gerichtsverhandlung, in der ein Mordfall verhandelt wurde. Der mutmaßliche Täter sei der Vater eines der Todesopfer. Dabei bezog sich der Polizeisprecher auf Ereignisse vom Februar 2016. Damals hätten Unbekannte  ein Auto in Nikopol unter Beschuss genommen und dabei zwei Passagiere getötet.

    Als das Gericht die Sitzung — nicht zum ersten Mal — vertagt habe, habe der Täter nach dem vorläufigen Erkenntnisstand zwei Handgranaten hervorgeholt.

    „Als den Angeklagten die Handschellen angelegt wurden, warf er (der Täter) die Granaten", so der Polizeisprecher. Der Täter selbst sei dabei sofort umgekommen. 

    ​Später sei auch einer der insgesamt drei Angeklagten, die ins Krankenhausgebracht wurden, gestorben. Unter den Verletzten seien zwei Begleitsoldaten und ein Mitarbeiter des Gerichts gewesen.

    Der Chef der Kriminalpolizei des Gebietes Dnepropetrowsk, Oleg Grosj, äußerte in einem Interview mit dem TV-Sender „Kanal 24" die Vermutung, dass der mutmaßliche Täter von Rachegefühlen motiviert gewesen sein könnte. 

     

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    Tags:
    Tote, Verletzte, Granate, Gericht, Ukraine