21:39 16 Dezember 2017
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    Therese Dreaming des französischen Malers Balthus

    New York: Museum will Gemälde mit „Mädchen in anzüglicher Pose“ nicht entfernen

    CC BY 2.0 / Eliazar Parra Cardenas / Balthus, the rascal...
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    Das Metropolitan Museum (The Met) in New York wird nach eigenen Angaben das Gemälde „Therese Dreaming“ des französischen Malers Balthus (Balthasar Klossowski) trotz Protesten weiter ausstellen.

    Das Gemälde aus dem Jahr 1938 zeigt ein Mädchen, das mit geschlossenen Augen auf einem Stuhl sitzt. Sie hat ihr linkes Bein angezogen, sodass ihre Unterwäsche zu sehen ist.

    ​Die Unternehmerin Mia Merrill nahm Anstoß an dem Gemälde und forderte, es zu entfernen. Das Werk romantisiert laut ihr „Voyeurismus und Sexualisierung von Kindern“. In dieser Zeit, in der es überall Sex-Skandale gebe, sei es unzulässig, solche Bilder in Museen auszustellen. Sie schlug vor, das Werk des französischen Malers durch jedes andere Gemälde zu ersetzen, das von einer Frau gemalt worden sei.

    Merrill startete eine Online-Petition, die inzwischen von Tausenden Menschen unterzeichnet wurde.

    Museum-Sprecher Kenneth Weine sagte, das Met werde das Werk nicht entfernen. Wie er gegenüber „The New York Post“ sagte, „liefern Momente wie diese eine Möglichkeit zum Gespräch“.

    Die gemeinnützige Organisation „National Coalition against Censorship“ unterstützte die Entscheidung des Museums: „Die jüngsten Fälle von Zensur, darunter auch die Drohungen, die das Guggenheim Museum in New York dazu gezwungen haben, einige Ausstellungsstücke zu entfernen, zeigen eine beunruhigende Tendenz, Kunst zu ersticken, die schwierige Themen behandelt“, hieß es in einer Erklärung der Organisation.

     

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