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    Archäologen haben auf der Krim eine Grabstätte entdeckt, die vermutlich aus dem 10.-12. Jahrhundert stammt. Wie am Mittwoch Sergej Wnukow, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, auf einer Pressekonferenz der Agentur „Rossija Segodnja“ mitteilte, fanden die Forscher darin die sterblichen Überreste von über 70 Menschen.

    Auf ihren Fund stießen die Archäologen Wnukow zufolge in zwei Gräben nahe der Stadt Bachtschissaraj, ca. eine Stunde von Simferopol entfernt, wo derzeit ein Abschnitt einer Bundesstraße gebaut wird.

    „Wir haben Spuren von abgehackten Köpfen entdeckt. Das zeugt eindeutig von einer Massenhinrichtung von Gefangenen“, sagte er.

    Die dort aufgefundenen Pfeile verweisen höchstwahrscheinlich auf den Hinrichtungszeitpunkt, der zwischen dem 10. und dem 12. Jahrhundert liegen soll. Die Untersuchung der Gerippe soll es ermöglichen, eine genauere Zeitspanne zu nennen.

    „Die Grabstätte kann mit der Ankunft der Mongolo-Tataren auf der Krim verbunden sein. Die Körper wurden chaotisch in die Gräber geworfen, was ziemlich ungewöhnlich ist“, so Wnukow.

    Wie er ausführt, haben die Archäologen das gesamte Gelände entlang der 250 Kilometer langen Straße von Kertsch nach Sewastopol untersucht. Dabei sollen sie über 80 Denkmäler, die aus unterschiedlichen Epochen stammen – von der Altsteinzeit bis zum 20. Jahrhundert –, und etwa 100.000 Artefakten gefunden haben. Die wissenschaftliche Verarbeitung der Fundstücke habe gerade erst begonnen und werde einige Jahre in Anspruch nehmen, heißt es. Sämtliche Gegenstände sollen den Fonds der Krim-Museen übergeben werden.

    Bachtschissaraj ist eine tatarische Stadt auf der Krim, unweit von Simferopol, bekannt für den Khan-Palast und andere Sehenswürdigkeiten. In dieser Stadt hatte einst der berühmte russische Dichter Alexander Puschkin sein Poem „Die Fontäne von Bachtschissaraj“ geschrieben.

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    Tags:
    Grabstätte, Gerippe, Untersuchung, Köpfe, Archäologen, Fundstücke, Massenhinrichtungen, Krim-Museen, Russische Akademie der Wissenschaften, Rossija Segodnja, Sergej Wnukow, Sewastopol, Kertsch, Bachtschissaraj, Krim