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01:21 22 September 2019
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    Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, Polen

    „Jedem ein Platz in Auschwitz“: Neuer Bundeswehr-Skandal in Pfullendorf

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    Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlung gegen Soldaten der Bundeswehrkaserne in Pfullendorf eingeleitet, wie deutsche Medien berichten. Der Grund sind rassistische Äußerungen und eine Fotomontage mit Flüchtlingen vor dem KZ Auschwitz.

    Die Bundeswehr-Kaserne ist erneut im Visier der Justiz. Wie die Staatsanwaltschaft Hechingen gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“ bestätigte, ermittelt sie nun gegen zwei Soldaten der Ausbildungskompanie 209 wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Strafvereitelung im Amt.

    Die Zeitung beruft sich auf ein Schreiben vom 8. Oktober an die Staatsanwaltschaft, in dem Soldaten den Vorgang anonym schildern. Dieser soll sich Ende 2016 in der Ausbildungskompanie ereignet haben.

    Dem Blatt zufolge geht es unter anderem um eine per E-Mail verschickte Fotomontage, auf der das Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz und ankommende Flüchtlinge zu sehen sind. Über dem Bild stand die Überschrift: „Hier ist für jeden von euch ein Platz.“ Der Empfänger der E-Mail soll darüber seinen Kompaniechef informiert haben, der aber in der Angelegenheit angeblich nichts unternommen habe.

    Ende Januar hatte der „Spiegel“ berichtet, dass in einer Kaserne für Elitesoldaten in Pfullendorf abscheuliche Ausbildungspraktiken und Gewaltrituale aufgedeckt worden seien. Nach Angaben des Magazins bestätigten interne Ermittlungen, dass in der Kaserne bei der Ausbildung von Sanitätern anscheinend sexuell-sadistische Praktiken und Gewaltrituale unter Wachsoldaten auf der Tagesordnung standen.

    Ende 2016 habe es einen weiteren Vorfall in Pfullendorf gegeben. Damals soll sich ein Hauptfeldwebel im Sportraum abfällig über Afghanen geäußert haben. „Haut ab, ihr dreckigen Afghanen, ich will hier Sport machen!“, habe er gesagt.

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    Tags:
    Skandal, Bundeswehr, Auschwitz, Deutschland