22:34 18 Juli 2018
SNA Radio
    Marijuana

    Kiffen auf Polizei-Kosten: Bayerische Beamte zahlen für eigenen Fehler

    © AP Photo/ Esteban Felix
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 362

    Die bayerische Polizei hat einem Mann in München einen Cannabis-Joint erstattet. Dabei zählt Bayern zu den Bundesländern mit dem striktesten Umgang mit Hanf. Zu der außergewöhnlichen Situation ist es gekommen, weil die Beamten einen wichtigen Hinweis ignorierten. Für diesen Fehler mussten sie später zahlen.

    In München war deutschen Medien zufolge im Mai ein Mann am Isar-Ufer von zwei Polizisten ermahnt worden, weil er Cannabis geraucht habe. Anschließend sollen die Ordnungshüter seinen Joint zerstört und ihn dabei als „Junkie“ beschimpft haben.

    Doch bei dem Joint habe es sich um Medizinhanf gehandelt, auf den der Mann aus gesundheitlichen Gründen angewiesen sei. Er habe den Polizisten ein Rezept vom Arzt vorgezeigt – doch das habe nichts gebracht.

    Der Mann beschwerte sich laut Medien später bei der Dienstaufsicht der Polizei und bekam Recht. Die Polizei musste ihm Medizinhanf im Wert von 6,60 Euro erstatten. Vielleicht werden bayerische Polizisten von nun an ärztliche Rezepte ernster nehmen und berücksichtigen, dass medizinisch verordnetes Cannabis auch in der Öffentlichkeit geraucht werden darf.

     

    Zum Thema:

    Was Joints und Burritos gemeinsam haben? – Gewagte McDonald‘s-Werbung wird zu Meme
    Das passiert, wenn Ihre Katze Hanfblätter frisst – VIDEO
    Tags:
    Fehler, Polizei, Cannabis, München, Bayern, Deutschland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren