23:33 22 November 2019
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    „Stadt von unanständigen Frauen säubern“: Serienkiller bekennt 81 Todesopfer

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    Der bereits zu lebenslanger Haft verurteilte Serienmörder Michail Popkow aus dem ostsibirischen Angarsk soll bald wieder vor Gericht kommen. Dies teilte die amtliche Sprecherin des Ermittlungskomitees Russlands, Swetlana Petrenko, gegenüber Sputnik mit.

    Dem Ex-Polizisten, der bereits im Jahr 2015 wegen 22 Morden und zwei Mordversuchen verurteilt worden war, werden nun weitere 60 Verbrechen angelastet. Wie bei der Staatsanwaltschaft des Gebietes Irkutsk verdeutlicht wurde, handelt es sich diesmal um 59 Morde und einen Mordversuch im Zeitraum zwischen 1992 und 2010. Auch soll Popkow diese Opfer vergewaltigt haben.

    Die Gerichtsakte, die 322 Bände umfasst, soll vom Ermittlungskomitee an das Gebietsgericht weitergeleitet werden.
    Laut den Ermittlern hatte Popkow Frauen zur Nachtzeit kennengelernt und zu einem gemeinsamen schönen Abend eingeladen oder ihnen angeboten, sie mit dem Auto mitzunehmen. Dann habe er die jeweilige Passagierin in eine menschenleere Gegend gebracht und getötet.

    Der heute 53-Jährige wurde im Jahr 2012 in Wladiwostok überführt und festgenommen – anhand von Reifenspuren in den Gegenden, wo seine Opfer entdeckt wurden. Eine gerichtspsychiatrische Untersuchung soll ergeben haben, dass der Täter an Homizidomanie leidet, dem zwanghaften Drang zu töten.

    Nach Ermittlungsangaben hat Popkow zwischen 1992 und 2010 mindestens 84 Morde im Gebiet Irkutsk begangen. Auf diese Weise habe er die Stadt nach eigenen Worten von „unrechtschaffenen“ Frauen gesäubert. Zwei Überlebende sollen den Ermittlern geholfen haben, Popkow zu identifizieren.

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    Todesopfer, Frauen, Ermittlungskomitee Russland, Sputnik, Russland