21:04 14 November 2018
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    Australische Polizei (Archivbild)

    Mutmaßlicher nordkoreanischer Agent in Australien festgehalten

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    Die australische Polizei hat kürzlich laut dem TV-Sender CNN einen 59-jährigen Mann verhaftet, der unter dem Deckmantel eines nordkoreanischen Agenten versuchte, Massenvernichtungswaffen zu verkaufen.

    Wie es heißt, hat der Mann auf dem Schwarzmarkt über den Verkauf von Raketen und deren Teile sowie Massenvernichtungswaffen aus nordkoreanischer Produktion verhandelt. Es gebe aber keine Beweise dafür, dass Pjöngjang über diese Gespräche im Bilde gewesen sei.    

    „So einen Fall hat es in Australien noch nie gegeben“, sagte ein Polizeisprecher.

    Nach Angaben der Polizei wurde erstmals in der Geschichte Australiens Anklage wegen der Verletzung des Massenvernichtungswaffen-Gesetzes sowie des Verstoßes gegen die von der Uno verhängten Sanktionen gegen Pjöngjang erhoben.

    Die Situation auf der Koreanischen Halbinsel bleibt äußerst angespannt. In diesem Jahr hat Nordkorea 20 Teststarts ballistischer Raketen vorgenommen. Am 3. September verkündete Pjöngjang den erfolgreichen Test eines Wasserstoff-Gefechtskopfes. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte in diesem Zusammenhang die Sanktionen gegen Nordkorea. Die USA und ihre Bündnispartner haben ihrerseits in der Region laufend breitangelegte Marineübungen durchgeführt. Die Seiten tauschen harte Erklärungen aus, wobei sie keine Entwicklungsvariante des Geschehens ausschließen, auch keine militärische.

    Zuletzt hatten japanische und südkoreanische Militärs in der Nacht zum 29. November den Start einer nordkoreanischen Rakete festgestellt. Nach Angaben der japanischen Verteidigungsbehörde ist die Rakete nach etwa 1000 Kilometern Flug in 250 Kilometern Entfernung von der nördlichen Präfektur Aomori innerhalb der Wirtschaftszone Japans im Meer niedergegangen.

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    Tags:
    Massenvernichtungswaffen, UN-Sicherheitsrat, CNN, Japanisches Meer, Australien, Nordkorea, USA