23:36 25 Juni 2019
SNA Radio
    Mitglied der französischen Electro-Pop-Band

    Eine Zukunft, die es nicht gab: 10 unerfüllte Prognosen von Arthur Clarke

    © AFP 2019 / Leon Neal
    Panorama
    Zum Kurzlink
    1309

    Als Schuljunge veröffentlichte Arthur Clarke seine schier utopischen Ideen in Science-Fiction-Comics, als Erwachsener zeichnete er dann in seinen Romanen Bilder vom Leben der Menschheit im 21. Jahrhundert. Einige seiner Visionen gingen tatsächlich in Erfüllung, andere müssen wohl noch warten, bis die Menschheit reif dafür ist.

    Hätten Sie gewusst, dass Clarke schon 1945 prophezeit hatte, man könne Kommunikation auch über Satelliten aus dem Weltraum steuern? Andere seine Vorschläge erscheinen aber auch heute noch als absurd: Wie wäre es mit einem Fahrstuhl in den Kosmos zum Beispiel?

    Am 16. Dezember wäre Arthur Clark 100 Jahre alt geworden. In seinem literarischen Vermächtnis hinterließ er der Menschheit auch einige Visionen davon, wie sie im 21. Jahrhundert leben würde. Manch eine dieser Prognosen war offensichtlich aus der Luft gegriffen. Die Onlinezeitung „Gazeta.ru“ erinnert an einige davon.

    Ob der Schriftsteller sich wirklich so häufig in seinen Zukunftsvisionen geirrt hat, wird die Menschheit erst in ein paar Jahren mit Bestimmtheit sagen können. Denn einige seiner Prognosen sollen erst im kommenden Jahrzehnt wahrwerden.

    Den Start eines Raumschiffs zu den Sternen anderer Galaxien datierte Clarke nämlich ins Jahr 2020, schreibt die Zeitung. In diesem Jahr soll auch die künstliche Intelligenz die absolute Überlegenheit über den menschlichen Verstand erlangt haben. Und im Jahr darauf landet laut Clarkes Prognose der erste Mensch auf dem Mars.

    Arthur C. Clarke (Archivbild)
    © AP Photo /
    Arthur C. Clarke (Archivbild)

    Dieser hat dann zwei Jahre Zeit, um den roten Planeten für andere Erdlinge bewohnbar zu machen. Denn für 2023 hat der Autor die Auferstehung der Dinosaurier avisiert, die aus DNA-Spuren geklont würden. Wäre also schon gut, wenn die Menschheit dann einen Ersatzplaneten hätte – Jurassic Park lässt grüßen.

    Andere Zukunftsbilder des wagemutigen Briten sehen heute schon wie Wirklichkeit aus: Das Umsichgreifen der virtuellen Realität bis 2025, die Verwandlung Chinas in die größte Volkswirtschaft der Welt bis 2036 oder die massentaugliche Kryokonservierung bis 2050 – klingt das noch realitätsfern?

    Nur in der Fantasie möglich waren jedenfalls Clarkes Prognosen für die vergangenen 16 Jahre. Wobei: Es kann natürlich sein, schreibt das Blatt, dass die Ideen an sich schon richtig sind, nur eben ihrer Zeit voraus. Vielleicht hatte der Autor die Kraft menschlicher Vernunft etwas überbewertet…

    Aber der Brite hatte auch gar keinen Anspruch darauf, ein Prophet zu sein – vielmehr wehrte er sich gegen diesen Ruf: „Niemand kann die Zukunft vorhersagen. (…) Deshalb versuche ich nur eine mögliche Zukunft zu skizzieren. Dabei bin ich mir darüber im Klaren, dass unerwartete Erfindungen oder Ereignisse jede Prognose ad absurdum führen können“, sagte Clarke einst laut dem Blatt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Zukunft, Prognosen, Schriftsteller, Futurologie, Prinz Harry, Großbritannien