07:55 14 November 2019
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    Flüchtlingslager, Lesbos (Archiv)

    Migranten veranstalten sechsstündige Toiletten-Schlacht im Lager auf Lesbos

    © AP Photo / Thanassis Stavrakis
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    Zwischen den Bewohnern eines Flüchtlingslagers auf der griechischen Insel Lesbos ist es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen. Dies berichtet am Mittwoch die in Athen erscheinende Tageszeitung „Eleftheros Typos“.

    Der Konflikt zwischen den Vertretern verschiedenster ethnischer Migrantengruppen war der Zeitung zufolge wegen der Benutzerordnung für die Toiletten und die Duschkabinen ausgebrochen. Allerdings behauptet das Blatt, dass diesem Gegenüberstehen eine zwischenethnische Abneigung zwischen den Arabern einerseits und den Irakern und Afghanen andererseits zugrunde liege.

    An den Zusammenstößen sollen sich auch Afrikaner beteiligt haben. Sie hätten Müllcontainer und Wohnmodule in Brand gesteckt und auch mehrere Schlägereien angezettelt, hieß es.

    Dutzende Menschen sollen bei all dem verletzt worden sein, 15 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, darunter zwei mit Messerstichen.

    Die Unruhen konnten erst sechs Stunden nach ihrem Ausbrechen unterbunden werden – nach dem Eintreffen von Einsatzkräften der Polizei, die mit einer Kombination von Lärm- und Blendgranate sowie mit Tränengas gegen die gewalttätigen Bewohner des Flüchtlingslagers vorgingen.

    Laut der Polizei soll die ganze Situation noch zusätzlich der Umstand erschwert haben, dass die  Migranten betrunken gewesen seien. Alkoholische Getränke, erworben bei den Inhabern der nahegelegenen Speisesäle für Migranten, würden ungehindert von den Bewohnern ins Lager mitgebracht werden können.

    In den Aufnahmelagern auf der griechischen Insel Lesbos befinden sich zahllose Migranten, die im Zuge der seit Jahren anhaltenden Flüchtlingskrise auf der Flucht vor Kriegen und in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa gekommen sind.

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    Tags:
    Krise, Konflikt, Migranten, EU, Griechenland