05:08 22 April 2018
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    Am Tatort in Melbourne

    Menschen in Melbourne angefahren: Fahrer ist afghanischer Flüchtling

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    Bei dem 32-jährigen Fahrer, der am Donnerstag im australischen Melbourne sein Auto gezielt in Passanten gelenkt hat, handelt es sich laut BBC um einen Afghanen mit australischer Staatsangehörigkeit. Zu der Tat soll ihn der aus seiner Sicht „schlechte Umgang“ mit Muslimen getrieben haben. Die Polizei behandelt den Vorfall nicht als Terroranschlag.

    Der Mann, dessen Name bislang nicht bekannt gegeben wurde, war laut dem Sender seinerzeit über ein Flüchtlingsprogramm nach Australien gekommen.

    Der Premierminister des Landes, Malcolm Turnbull, bezeichnete in einer Erklärung den Vorfall als „Einzelfall“. Die Polizei konnte laut BBC bislang keine Verbindung des Afghanen zu irgendwelchen Terrorzellen feststellen.

    Nach Polizeiangaben leidet der Afghane an einer psychischen Krankheit. An dem Tag der Tat sollte er seinen Psychiater aufsuchen, hatte den Termin aber nicht eingehalten. Bei der Vernehmung erzählte der 32-Jährige von „Träumen und Stimmen in seinem Kopf“. Seine Tat begründete er zudem damit, dass Muslime angeblich schlecht behandelt würden.

    Wie die Agentur Reuters meldet, hat die muslimische Gemeinschaft des Bundesstaates Victoria den Vorfall bereits verurteilt und Freiwillige aufgerufen, Blut für die Verletzten zu spenden.

    Im Zentrum von Melbourne war am vergangenen Donnerstag ein Geländewagen in eine Menschenmenge gerast. Dabei erlitten insgesamt 19 Menschen Verletzungen, darunter ein Kind.

     

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    Tags:
    Flüchtling, Afghane, Menschenmenge, Anschlag, Terrorismus, Melbourne, Australien