21:08 18 April 2019
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    Gerettete Flüchtlinge nach einem Bootsunglück vor Libyens Küste

    Erneut Dutzende Flüchtlinge vor Libyens Küste ertrunken – IOM

    © AFP 2019 / MAHMUD TURKIA
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    Bei einem schweren Bootsunglück vor der libyschen Küste am Samstag, dem ersten seit Jahresbeginn, sind laut dem Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio di Giacomo, 64 Flüchtlinge ertrunken.

    „64 Migranten sind am Samstag bei einem Schiffbruch ums Leben gekommen. Laut Zeugenaussagen haben sich 150 Flüchtlinge zum Zeitpunkt der Abreise an Bord des Schlauchbootes befunden. 86 Migranten konnten gerettet werden“, schrieb Di Giacomo am Montag auf Twitter.

    ​Die Rettungsoperation im Mittelmeer soll eingeleitet worden sein, nachdem ein Patrouillenflugzeug der multinationalen militärischen Krisenbewältigungsoperation der EU (EUNAVFOR MED Operation SOPHIA) das gekenterte Boot in den libyschen Territorialgewässern geortet hatte. 

    Nach Angaben der IOM sollen im vorigen Jahr 316.331 Menschen die Küste Europas erreicht haben. Bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, sollen jedoch 3611 Menschen ertrunken bzw. verschollen sein.

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    Tags:
    Flüchtlinge, Todesopfer, Internationale Organisation für Migration IOM, Twitter, Flavio di Giacomo, Libyen