22:34 21 Oktober 2018
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    Ukrainische Kriegsschiffe in Sewastopol auf der Krim

    „Getarnte Sprengsätze“? Ukrainischer General fürchtet Rückgabe von Schiffen aus Krim

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    Der ukrainische Ex-Generalstabschef Igor Romanenko hat am Samstag in einem Interview mit dem ukrainischen Nachrichtenportal „Apostroph“ seine Besorgnis über die mögliche Rückgabe der auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim stationierten ukrainischen Kriegsschiffe durch Russland geäußert.

    Ihm zufolge sollte diese Technik noch vor ihrer Rückgabe auf „getarnte Sprengsätze“ sorgfältig geprüft werden.

    Dabei berief sich der General darauf, dass die Deutschen und die Italiener nach dem Zweiten Weltkrieg Sprengladungen in Schiffsrümpfe gelegt und dann im richtigen Augenblick gesprengt hätten. Als Beispiel führte er die Explosion an Bord des als Reparation an die Sowjetunion ausgelieferten und als „Noworossijsk“ im Einsatz gewesenen italienischen Schlachtschiffes „RN Giulio Cesare“ im Jahr 1955 in Sewastopol an. Dabei ist die Ursache der Explosion bis heute umstritten. Die offizielle und wahrscheinlichste Erklärung ist, dass eine deutsche Magnetmine aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert war.

    Wie Romanenko ferner ausführte, müsste eben die zu übergebende Technik noch auf der Krim untersucht werden, um derartige Fälle zu verhindern:

    „Man sollte eine Gruppe von Fachleuten dorthin entsenden, die die Situation allseitig studieren und unsere militärpolitische Führung darüber informieren wird, in welchem Zustand sich die Technik befindet.“

    Zuvor hatte sich Russlands Präsident Wladimir Putin bereit erklärt, Dutzende auf der Krim stationierte ukrainische Kriegsschiffe und Kampfjets an Kiew zurückzugeben.

    Zugleich räumte er ein, dass diese Technik schon längst überholt und veraltet sei. Er habe nichts dagegen, dass ukrainische Militärs der Entsorgung alter Munition auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim beiwohnten.

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    Tags:
    Rückgabe, Kriegsschiffe, Zweiter Weltkrieg, Nachrichtenportal Apostroph, Igor Romanenko, Wladimir Putin, Krim, Russland, Ukraine