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08:26 19 September 2019
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    Twitter bezahlt Mitarbeiter, um Sie auszuspionieren

    © AP Photo / Richard Drew
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    Mitarbeiter des Kurznachrichtendienstes Twitter werden dafür bezahlt, dass sie private Mitteilungen der Nutzer sichten. Dies berichtet das Portal „Project Veritas“.

    Der Spezialist für Netzsicherheit bei Twitter, Clay Haynes, hat dies dem Portal zufolge in einem mit der versteckten Kamera aufgenommenen Gespräch zugegeben. Das Unternehmen habe spezielle Kodes, die es erlauben, den Zugang zu privaten Mitteilungen von Twitter-Usern zu bekommen – ohne dass jene es wüssten.

    Mehrere Hundert Mitarbeiter würden gar dafür bezahlt, dass sie diese Mitteilungen sichten. Das Löschen solcher Meldungen könne dabei keineswegs helfen, da diese bereits auf den Servern gespeichert worden seien, so Haynes weiter.

    Das Hauptziel sei es dabei, Online-Profile aller Nutzer zu erstellen, um diese dann an die Werbekunden zu verkaufen. „Das ist der gruselige Big Brother. Ich kann nicht sagen, dass mich dies erschreckt, aber das stört mich“, so der Twitter-Spezialist.

    Das Schlimmste daran sei aber die Tatsache, so „Project Veritas“, dass all diese gespeicherten privaten Informationen vor Leaks keineswegs geschützt seien. Auf die Frage des Portals, wie User geschützt werden könnten, sollten deren Mitteilungen in falsche Hände geraten, antwortete der andere ehemalige Twitter-Ingenieur Conrado Miranda, es sei keineswegs möglich.

    „Wenn Sie etwas online schreiben oder Bilder veröffentlichen, gehen sie nie mehr weg … Denn selbst nachdem Sie diese abgeschickt haben, werden sie analysiert, um herauszufinden, woran Sie interessiert sind, worüber Sie sprechen. Dann verkaufen sie diese Daten“, erklärte Pranay Singh, Direktor für Messaging bei Twitter gegenüber „Project Veritas“.

    Miranda zufolge geht dem User viel mehr private Informationen verloren, als man denkt. „Wenn Sie zum ersten Mal auf die Twitter-Seite gehen, haben wir sofort Information über Sie“, so Miranda.

    „Twitter erntet ganz aggressiv Ihre private Information und verfolgt jede Ihre Bewegung“, resümiert der „Project Veritas“-Gründer James O’Keefe.

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