08:09 26 September 2020
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    Nur das Forschungsschiff der russischen Marine „Jantar“ ist jetzt auf der Suche nach dem vor fast zwei Monaten verschwundenen argentinischen U-Boot „Ara San Juan“, wie die Ehefrau des Besatzungsmitglieds Hernán Rodríguez, Marcela Moyano, im Gespräch mit Sputnik sagte.

    Die Angehörigen der vermissten Seeleute des argentinischen U-Boots „ARA San Juan“ haben ihr zufolge die Behörden aufgefordert, alle möglichen Mittel zur Suche nach dem U-Boot zu nutzen, denn momentan suche nur das Forschungsschiff der russischen Marine „Jantar“ nach der „San Juan“.

    „Allein die ‚Jantar‘ (ein Forschungsschiff der russischen Marine) sucht unsere Seeleute, vor Dienstag oder Mittwoch wird die ‚Islas Malvinas‘ (argentinisches Schiff – Anm. d. Red.) nicht im Suchgebiet eintreffen, wobei sich die (argentinische Korvette) ‚Spiro‘  im Suchgebiet befindet, aber nichts ausrichten kann, weil ihr Echolot kaputt ist“, so Moyano.

    Die Regierung sollte die Suche nach den verschollenen Seeleuten nicht einstellen und alle nur möglichen Mittel bei der Suchaktion einsetzen, meinte sie.

    Wie Moyano zuvor Sputnik gegenüber sagte, hatten die Angehörigen der Crewmitglieder des vor fast zwei Monaten verschwundenen U-Boots den Wunsch geäußert, sich mit dem Verteidigungsminister Oscar Aguad und dem Präsidenten des Landes, Mauricio Macri, zu treffen und sie zu bitten, die Anzahl der Suchgruppen zu erhöhen.

    Der argentinische Marine-Sprecher Enrique Balbi erklärte am Montag, dass die Suche nach der „San Juan“ bis zu deren Entdeckung fristlos fortgesetzt werde. In einem am Montag vom Parlament verabschiedeten Gesetz heißt es, dass beide Kammern des Parlaments diesbezüglich eine Sonderkommission bilden würden.

    Am Montag waren Angehörige der Seeleute des verschwundenen Unterseeboots zur russischen Botschaft gekommen, um Russland für die Teilnahme an der Suche nach dem U-Boot und seiner Besatzung zu denken.

    Die „San Juan“ war am 15. November plötzlich vom Radar verschwunden, als sie sich auf der Fahrt von der Marinebasis Ushuaia zu ihrem Stützpunkt in Mar del Plata befand. An Bord des U-Boots befanden sich 44 Menschen.

    In einem früher veröffentlichten Bericht des US-Marinegeheimdienstes Office of Naval Intelligence (ONI) wurde die Vermutung geäußert, die „San Juan“ sei durch eine Explosion in 400 Meter Tiefe innerhalb von 40 Millisekunden komplett zerstört worden.

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    Tags:
    Familie, U-Boot, Tragödie, Suche, ARA San Juan, Russland, Argentinien