13:00 20 Februar 2018
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    Elektrozug „Lastotschka“ (Symbolbild)

    Trotz Turbinen-Skandal: Produktion von Siemens-Zügen in Russland boomt weiter

    © Sputnik/ Aleksey Babushkin
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    Trotz des Skandals um Siemens-Turbinen im Sommer 2017 hat das Gemeinschaftsunternehmen Ural Locomotives von Siemens und der russischen Sinara-Gruppe im Jahr 2017 insgesamt 35 Elektrozüge „Lastotschka“ (dt.: „Schwalbe“) sowie 95 Güterzug-Elektrolokomotiven herstellen können. Das geht aus einer Mitteilung des Werkes am Dienstag hervor

    Wie es heißt, sind 30 „Lastotschka“-Züge für den sogenannten Moskauer Zentralring (russ. Abk. MZK) bestimmt, weitere vier für die Nordwestliche Vorort-Passagiergesellschaft. Zudem soll der erste regionale Elektrozug „Lastotschka-Premium“ für eine Stecke von bis zu 200 Kilometern schon Ende Dezember an die Russischen Eisenbahnen AG (RZD) übergeben worden sein.

    Im Jahr 2016 waren 30 Elektrozüge „Lastotschka“ gebaut worden. 

    Das Joint-Venture Ural Locomotives war im Jahr 2010 in der Stadt Werchnjaja Pyschma, sieben Kilometer von Jekaterinburg (am Ural) entfernt, gegründet worden.

    Im Juli 2017 hatte der Siemens-Konzern offiziell erklärt, dass alle vier Gasturbinen, die für ein Projekt auf der russischen Taman-Halbinsel bestimmt gewesen sein sollen, „rechtswidrig“ auf die Krim gebracht worden seien. Anfang Januar 2018 hatte das Schiedsgericht in Moskau der Klage der russischen Siemens-Tochtergesellschaft „Siemens Gasturbinen-Technologie“ gegen zwei Tochterunternehmen des russischen Konzerns Rostec zur Rückgabe der besagten Turbinen nicht stattgegeben.

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    Tags:
    Lastochka-Zug, Rostec-Technologieholding, Sinara-Gruppe, Russische Staatsbahn RZD, Siemens, Ural Locomotives, Krim, Deutschland, Russland
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