06:50 27 April 2018
SNA Radio
    Entsendung der US-Truppen an die türkisch-syrische Grenze (Archivbild)

    Russland und USA zetteln „Militärstützpunkte-Wettstreit“ in Syrien an: Wer gewinnt?

    © Foto : U.S. Air Force/ Senior Airman Caitlin O’Neil-McKeown
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Lage in Afrin: Türkei will Panzer gegen US-Truppen schicken (25)
    0 13205

    Russland und die USA haben einen „Militärstützpunkte-Wettstreit“ in Syrien angezettelt. Dies berichtet das Portal „Defense News“ unter Berufung auf eigene Quellen. Ziel ist laut den Angaben, die eigene Präsenz im Nahen Osten auszubauen und gegen asymmetrische Bedrohungen anzukämpfen.

    Die USA haben dem Portal zufolge einen Stützpunkt in Tabka und einen weiteren unweit von Rakka. Auf dieser ehemaligen Militärbasis der syrischen Luftwaffe würden nun US-Instrukteure kurdische Einheiten trainieren. Ein weiteres Militärobjekt, von dem die US-Militärs sowohl syrische als auch russische Kräfte fernhielten, wird „Defense News“ zufolge in Al-Tanf in der Provinz Homs eingerichtet.

    Russland verfüge seinerseits ebenfalls über zwei Luftwaffenstützpunkte in Syrien: in Hmeimim und Tartus. Im Gegensatz zu den US-Basen seien die russischen unter dem Einverständnis der Regierung des Landes eingerichtet worden, unterstreicht das Portal.

    „Diesem ‘Militärstützpunkte-Wettstreit‘ liegt der strategische Einfluss Syriens zugrunde“, so Wehbe Katicha, der General a.D. der libanesischen Armee. „Russland versucht zudem als Großmacht in die Region zurückzukehren.“ Syrien sei eine Art Pforte zum Nahen Osten und Persischen Golf.

    Russlands Syrien-Einsatz habe Moskau zudem, so der General weiter, eine Erhöhung des Waffenexports gebracht. Als Beispiel führt er die Vereinbarung zwischen Russland und Saudi-Arabien über die Lieferung von S-400 Triumph an. Diese sei die durch die Operation der russischen Streitkräfte in Syrien möglich geworden.

    Der russische Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und die Marinebasis Tartus waren in der Nacht zum 6. Januar mit Drohnen angegriffen worden, die von Terroristen gesteuerten wurden. Alle an dem Angriff beteiligten Geräte wurden entweder im Anflug abgeschossen oder unter Kontrolle genommen. Laut dem russischen Verteidigungsministerium können die Geräte, die die Terroristen bei den Attacken angewendet haben, nur aus einem technisch entwickelten Land stammen. Viele russische Politiker und Experten sehen die Vereinigten Staaten hinter diesen Angriffen.

    Themen:
    Lage in Afrin: Türkei will Panzer gegen US-Truppen schicken (25)

    Zum Thema:

    „Zusammenstoß von türkischen und US-Interessen“: Syrien-Initiative hat Folgen
    USA wollen Syrien offenbar wirklich spalten
    Russischer Politiker wirft USA Zergliederungspläne für Syrien vor
    Syrien: US-Koalition und DKS formieren 30.000 Mann starke „Grenzsicherheitstruppe“
    Tags:
    Vereinbarung, Wettkampf, Lieferung, Militärbasen, Luftwaffenstützpunkt, Waffenexporte, Operation, Drohnen, Angriff, Attacke, Luftwaffe, Syrien-Einsatz, Streitkräfte, Triumph, S-400, al-Tanf, Hmeimim, Tartus, Syrien, USA, Russland