20:48 17 Oktober 2018
SNA Radio
    Eisenbahn in Tokio (Archivbild)

    Japaner lassen ihre Schnellzüge bellen und fauchen

    © AFP 2018 / Nogi Kazuhiro
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3280

    Prallt ein Schnellzug mit einem Hirsch zusammen, sind hohe Kosten und Verspätungen die Folge. Japanische Forscher testen jetzt eine Technik gegen Wildunfälle, die sie der Mutter Natur abgeschaut haben.

    Zusammenstößen mit Wildhirschen kann man vorbeugen. Und japanische Forscher vom Tokioer Institut für Bahntechnik RTRI wissen, wie: Man kann die Zahl der Unfälle um die Hälfte reduzieren, wenn der Zug bellend durch die Gegend rauscht.

    In einem Feldversuch haben die Wissenschaftler einen Zug auf die Schienen geschickt, aus dessen Waggons in regelmäßigen Abständen laute bellende Geräusche ertönten. Im Ergebnis tauchten auf einer 100 Kilometer langen Strecke durchschnittlich siebeneinhalb Mal Wildhirsche auf – das sind 46 Prozent weniger als gewöhnlich, wie das Portal schreibt.

    Die Forscher wollen hiernach weitere Tests vornehmen, um die Wirksamkeit der neuen Technik zu steigern. Dann sollen alle Züge damit ausgerüstet werden, die normalerweise in Gegenden unterwegs sind, wo es häufig zu Wildunfällen kommt. Das System soll vollautomatisch arbeiten und bei Durchfahrten durch Wohngebiete verstummen.

    Wirtschaftlich lohnt sich der Einsatz dieser Technik allemal. Sonst müssten nämlich spezielle Schutzvorrichtungen an den Gleisen installiert werden, die das Wild fernhielten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Japanischer TV-Sender meldete Evakuierung wegen Raketenstarts
    Sport-Skandal in Japan: Kanute mischt Doping ins Getränk seines Rivalen
    Seit drei Wochen auf ISS: Japanischer Astronaut neun Zentimeter gewachsen
    Tags:
    Hirsche, Elch, Zugverkehr, Zugunglück, Zug, Japan