09:34 17 Oktober 2018
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    Twitter kann Trumps private Mitteilungen an Justizministerium weitergegeben haben

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    Der Kurznachrichtendienst Twitter hat laut dem Gründer und Präsidenten des Projekts „Project Veritas“, Stephen Gordon, möglicherweise private Mitteilungen des US-Präsidenten Donald Trump an das Justizministerium des Landes weitergegeben.

    „Erstens haben wir erfahren, dass Twitter eventuell private Mitteilungen des Präsidenten Trump an das US-Justizministerium weitergegeben hat“, sagte Gordon gegenüber dem TV-Sender RT. „Wenn es wirklich so ist, ist das sehr ernst.“

    Gordon zufolge dementierte das Unternehmen diese Information nicht einmal, sondern erklärte, rechtmäßig gehandelt zu haben. „Dabei antworteten sie nicht auf die Frage, ob sie eine offizielle Anfrage aus dem Ministerium mit der Forderung erhalten haben, diese Informationen bereitzustellen“, unterstrich der Gründer von „Project Veritas“.

    Zuvor hatte das Portal berichtet, dass Mitarbeiter bei Twitter beauftragt würden, persönliche, darunter auch intime Fotos von Nutzern zu sichten und auf unbestimmte Zeit auf dem Server des Unternehmens abzuspeichern.

    Auf den Servern des Unternehmens werden einem anderen Twitter-Mitarbeiter zufolge vor allem intime Fotos, wie etwa von Liebhaberinnen verschiedener Nutzer, gespeichert. „Ich schicke die deiner Frau, sie wird sie im Scheidungsprozess nutzen“, so Pranay Singh, Director für Messaging bei Twitter.

    Das Schlimmste daran sei aber die Tatsache, so „Project Veritas“, dass all diese gespeicherten privaten Informationen keineswegs vor Leaks geschützt seien. Auf die Frage des Portals, wie User geschützt werden könnten, sollten deren Mitteilungen in falsche Hände geraten, antwortete Ingenieur Conrado Miranda, ein weiterer ehemaliger Twitter-Mitarbeiter, dass dies gar nicht möglich sei.

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    Tags:
    Scheidung, Schutz, Leaks, Fotos, Mitarbeiter, Server, Bereitstellung, Dementi, Anfrage, Informationen, Privatsphäre, US-Justizministerium, Project Veritas, Twitter, Donald Trump, USA