01:07 20 Februar 2018
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    Strand in der syrischen Latakia (Archivbild)

    New York Times: Trotz Zerrüttung lädt syrisches Ministerium Touristen ins Land

    © Sputnik/ Andrej Stenin
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    Viele Länder raten ihren Bürgern von einer Reise nach Syrien ab. Syrische Behörden bitten hingegen jetzt, wo der Krieg vorbei ist, ausländische Gäste zu einem Besuch in ihr Land, wie „The New York Times“ berichtet.

    Ob die Zitadelle von Aleppo oder die Ruinen von Palmyra – vor dem Krieg konnten in Syrien viele Denkmäler der Menschheitsgeschichte besucht und betrachtet werden. Der Tourismus war damals ein großer Wirtschaftssektor.

    Während des Krieges ist ein Großteil dieser Schätze entweder beschädigt oder zerstört worden. Die gefährliche Lage im Lande hat dazu geführt, dass die Bürger der meisten Länder vor einer Reise nach Syrien gewarnt werden. Die Regierung in Damaskus möchte das mit einer Tourismus-Offensive ändern.

    „Es ist Zeit, Syrien und seine Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen“, sagte Bassam Barsik, Marketingdirektor im syrischen Ministerium für Tourismus, laut dem Blatt auf der Fachmesse FITUR.

    Im vergangenen Jahr hätten schon 1,3 Millionen Reisende Syrien besucht, darunter jedoch viele Tagestouristen aus dem benachbarten Libanon. In diesem Jahr werden mehr Menschen Syrien besuchen, hofft Barsik. Eben deshalb nehme das Ministerium an der Tourismusmesse teil.

    Die Lage in Syrien sei schon relativ stabil, sagt der Ministeriumsvertreter laut der Zeitung: „Der Großteil des Landes ist wieder unter der Kontrolle der Regierung“, so Barsik.

    Ob wirklich viele Gäste der Einladung des syrischen Ministeriums folgen werden, bleibt aber abzuwarten: Die Initiative könne bei ausländischen Touristen auch auf Kritik stoßen, mahnt die „New York Times“. Schließlich könnten die Folgen des langjährigen Krieges in Syrien nicht einfach ignoriert werden.

    Tags:
    Entwicklung, Krieg, Tourismus, Ausländer, Aleppo, Palmyra, Syrien