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    Doppelanschlag in Bengasi, Libyen

    Libyen: Mehr als 30 Tote und 70 Verletzte bei Doppelanschlag in Bengasi

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    In der ostlibyschen Stadt Bengasi sind bei einem Doppelanschlag mindestens 33 Menschen getötet worden, Dutzende haben Verletzungen erlitten. Dies berichtet der TV-Sender Al-Arabiya unter Berufung auf Quellen in Sicherheitskreisen.

    In der Nähe einer Moschee explodierten kurz nacheinander zwei Autobomben. Die erste sei detoniert, als Gläubige die Moschee im Ortsteil Al-Salmani verließen, die zweite, als Sicherheitskräfte des Landes vor Ort waren.

    ​Unter den Opfern soll auch der Anführer einer lokalen Miliz sein. Einigen Berichten zufolge befindet sich auch der Chef der Ermittlungsabteilung des libyschen Armeekommandos unter den Opfern. Verletzungen soll zudem der Chef des Abwehrdienstes des Landes erlitten haben.

    Wer für den Anschlag verantwortlich ist, ist bislang unklar.

    ​Seit dem Sturz von Libyens langjährigem Machthaber Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 herrscht Chaos in Libyen. Nach dem Sturz des Diktators war die zweitgrößte Stadt des Landes, Bengasi, jahrelang heftig umkämpft und stand unter der Kontrolle eines Bündnisses aus überwiegend islamistischen Milizen. Im Sommer 2017 übernahm der mächtige Befehlshaber der Libyschen Nationalen Befreiungsarmee, Chalifa Haftar, die Kontrolle über die wichtige Hafenstadt.

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    Tags:
    Sicherheitskräfte, Milizen, Kontrolle, Sturz, Verantwortung, Autobombe, Tote, Verletzte, Doppelanschlag, Chaos, Explosion, Bengasi, Libyen
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