04:49 27 April 2018
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    Aldi soll über 2000 Billig-Wohnungen in Berlin bauen

    © AFP 2018 / Daniel Leal-Olivas
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    Der Discounter Aldi Nord will in den nächsten Jahren über 2000 billige Wohnungen in Berlin bauen. 30 Prozent davon sollen als Sozialwohnungen zu einem Preis von 6,5 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Sie sollen laut dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) direkt über den Läden entstehen. Zudem soll die Fläche der Läden selbst vergrößert werden.

    Für das Projekt sollen bestehende Filialen abgerissen und neue Gebäude errichtet werden. Es könnten laut rbb aber auch bestehende Flachbauten mit Wohnungen aufgestockt werden.

    Der Discounter wolle 30 Prozent der Wohnungen als Sozialwohnungen anbieten, zu einem Quadratmeterpreis von 6,50 Euro (Kaltmiete). Die übrigen sollen maximal zehn Euro pro Quadratmeter kosten.

    Vorreiter bei dem Wohnungsbau-Projekt sollen zwei Berliner Bezirke werden: In der Neuköllner Silbersteinstraße und in der Lichtenberger Sewanstraße seien bereits 200 Wohnungen geplant.

    Bezahlbare Wohnungen sind laut Aldi Nord angesichts des dramatischen Anstiegs der Berliner Einwohnerzahl gefragter denn je.

    „Und natürlich möchten wir an möglichst hochfrequentierten Lagen für unsere Kunden da sein. Die Kombination von Aldi-Märkten und angeschlossenem Wohnraum ist deshalb eine zukunftsorientierte Lösung“, zitiert rbb den Geschäftsführer der Aldi Immobilienverwaltung, Jörg Michalek.

    Dabei sollen sich fast alle Neubauten innerhalb des S-Bahn-Rings befinden. Innerhalb dieser Zone bieten andere private Vermieter laut der „Welt“ kaum noch Wohnungen für weniger als zwölf oder gar 14 Euro an.

    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung habe am Mittwoch die Pläne des Unternehmens begrüßt. Wie Aldi-Sprecherin Petra Rohland gegenüber rbb sagte, hat das Land bereits 2015 festgestellt, dass an mehr als 300 von über 1.000 Supermarkt-Flachbauten in Berlin zusätzlich Wohnungen entstehen könnten.

    Tags:
    Bauprojekt, Miete, Wohnung, Aldi, Berlin