17:14 19 Juli 2018
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    Das argentinische U-Boot „Ara San Juan“

    „San Juan“: Darum wird man das Wrack nie finden – russischer Admiral

    © AP Photo / Argentina Navy
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    Die Chancen, die Wrackteile des seit fast zwei Monaten vermissten argentinischen U-Boots „Ara San Juan“ zu finden, sind äußerst gering. Dies teilte der Ex-Befehlshaber der Baltischen Flotte, Admiral Wladimir Walujew, mit.

    Vermutlich sei die „San Juan“ in einer Tiefe von über 6000 Metern versunken. Es soll eine Explosion an Bord gegeben haben, die den Rumpf zerstört haben soll. Als das Boot die Längsstabilität verloren habe, sei es äußerst schnell untergegangen.

    „In dieser Tiefe ist der Rumpf des U-Bootes zweifelsohne durch den Wasserdruck zerquetscht worden“, so Walujew.

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    Demzufolge sind die Chancen, unter diesen Umständen das U-Boot zu finden, minimal.

    Die „San Juan“ war am 15. November plötzlich vom Radar verschwunden, als sie sich auf der Fahrt von der Marinebasis Ushuaia zu ihrem Stützpunkt in Mar del Plata befand. An Bord des U-Boots waren 44 Menschen.

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    In einem früher veröffentlichten Bericht des US-Marinegeheimdienstes Office of Naval Intelligence (ONI) wurde die Vermutung geäußert, die „San Juan“ sei durch eine Explosion in 400 Meter Tiefe innerhalb von 40 Millisekunden komplett zerstört worden. Laut früheren Medienberichten soll der Unfall an der Grenze des Schelfmeeres und des 6000 Meter tiefen Abrisses geschehen sein. Aufgrund einer Fehlfunktion konnte das U-Boot maximal auf eine 100-Meter-Tiefe untertauchen, statt auf eine Tiefe von 300 Meter im Normalzustand.

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    Tags:
    Explosion, Panne, Tragödie, Marinebasis, Kontinentaler Schelf, Schelf, Ozean, Meer, U-Boot, ARA San Juan, Baltische Flotte, US-Marinegeheimdienst Office of Naval Intelligence (ONI), Wladimir Walujew, Russland, Argentinien
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