13:55 17 Juli 2018
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    Vulkan (Symbolbild)

    Supervulkan vor Japans Küste birgt Gefahr für 100 Millionen Menschen

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    Geologen der japanischen Universität Kōbe haben vor Japans Küste einen Supervulkan entdeckt, der etwa 32 Kubikkilometer Magma enthalten soll und bei einer Eruption das Leben von 100 Millionen Menschen auslöschen könnte. Ihre Studie veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

    Die  Geologen haben der Zeitschrift zufolge den unter der Wasseroberfläche liegenden Kikai-Krater erforscht, dessen letzter Ausbruch vor 7300 Jahren zum Tode der Zivilisation im Süden Japans geführt hatte. Der Vulkan befindet sich etwa 50 Kilometer von der südjapanischen Insel Kyushu entfernt.

    Laut den Forschern soll seine Magmakammer zehn Kilometer lang und etwa 600 Meter hoch sein soll. Das heiße Magma soll sich dort lediglich 30 Meter unterhalb des Meeresbodens ansammeln.

    Bei Untersuchungen der Unebenheiten des Meeresgrundes gelangten die Geologen zu dem Schluss, dass es in dem Vulkan wieder brodelt und seine Kuppel wächst. Ihres Erachtens könne dies in einer starken Eruption münden, die einen Tsunami auslösen würde, der die Küsten Chinas sowie Süd- und Nordamerikas treffen würde.

    Zudem würde dabei eine solche Menge Asche in die Atmosphäre ausgestoßen, die in weiten Gebieten nicht allein Japans die Sonne völlig verdecken und somit einen „vulkanischen Winter“ bewirken könne. Die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs schätzen die Forscher allerdings nicht allzu hoch ein: In den kommenden einhundert Jahren soll sie bei ein Prozent liegen.

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    Tags:
    Magma, Bedrohung, Gefahr, Vulkan, Japan
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