03:16 30 Oktober 2020
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    Der Massenmörder Anders Behring Breivik (seit Juni 2017 Fjotolf Hansen) hat laut der norwegischen Zeitung „Verdenss Gang“ zum ersten Mal erklärt, dass er seine Tat bereue.

    In einem Brief, den Breivik  im Jahr 2017 an die Verwaltung des Gefängnisses Skien geschickt hatte, soll der Terrorist unterstrichen haben, dass er „die Handlungen, die er am 22. Juli 2011 unternahm“, bereue und, „wenn dies möglich wäre“, es gewollt hätte, „dass jene Ereignisse nie passiert wären“.

    Darüber hinaus habe Breivik seine Reue in einem Gespräch mit dem Gerichspsychiater Henning Varey erläutert, der aber skeptisch zu sein scheine:

    „Ich sehe keinen Grund, seine Aussagen zu glauben. Es scheint offensichtlich zu sein, dass dies ein Manipulationsversuch seitens Breivik ist, zu dem ein Terrorist eigenen Worten zufolge greifen muss, um zu gewinnen ", zitiert die Zeitung Varey.

    Breivik hat seine Reue zum Ausdruck gebracht, nachdem das Berufungsgericht in Norwegen 2017 erklärt hatte, dass die Isolationshaft des norwegischen Massenmörders nicht gegen die Menschenrechte des Verbrechers verstoße. Breivik wolle nun eine Überprüfung seines Falles vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

    Anders Behring Breivik beging am 22. Juli 2011 Terroranschläge im Regierungsviertel von Oslo und auf der Insel Utøya, bei denen er 77 Menschen töte, überwiegend Teilnehmer eines Zeltlagers der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF. Der Attentäter wurde zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

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    Tags:
    Haft, Terroranschlag, Massenmord, Gefängnis, Anders Behring Breivik, Norwegen