19:34 22 November 2019
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    „Katastrophal ausgetrocknetes Meer“: Russischer Kosmonaut zeigt FOTO aus dem All

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    Der russische Kosmonaut Anton Schkaplerow hat auf Istagram eine Aufnahme des Aralsees aus dem Erdorbit veröffentlicht, die er im Zuge seiner jetzigen Tätigkeit an Bord der internationalen Raumstation ISS gemacht hat.

    Schkaplerow äußert sein Bedauern, dass der Wasserstand des Sees jetzt so katastrophal niedrig sei, obwohl der Aralsee bis zum Ende der 1960er Jahre noch das viertgrößte Binnengewässer der Welt gewesen sei.

     

     

    Wie der Kosmonaut im Kommentar zu dem Bild schreibt, wurde der kasachische  Aralsee traditionell wegen seiner riesigen Ausmaße von den Menschen als Meer bezeichnet (im Russischen „Aralskoje morje“, „morje“ bedeutet „Meer“), obwohl es in Wirklichkeit ein abflussloser Salzsee ist. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts habe seine drastische Schrumpfung eingesetzt. In seinem heutigen Umfang könne der Aralsee nicht mehr als Meer betrachtet werden, wie zum Beispiel sein „Nachbar“  — das Kaspische Meer. Beide Binnengewässer seien die Reste eines früheren Ozeans.

    Die Istagram-Nutzer beklagen in ihren Kommentaren ebenfalls, dass dem See eine derartige Austrocknung widerfahren sei. Doch bei all dem habe sie diese aus dem Weltraum gemachte Aufnahme begeistert.

    Der Aralsee liegt an der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan. Ursprünglich war er rund 68.000 Quadratkilometer groß. Um die Jahrtausendwende zerfiel er wegen Austrocknung in mehrere Teile. Die Reste des einstigen Aralsees sind der Nördliche Aralsee, der Westliche Aralsee, der zwischen beiden liegende Barsakelmessee und die Wüste Aralkum. Sie liegen innerhalb der Aralo-Kaspischen Senke in einem Becken, dem Tiefland von Turan.

    Die zunehmende Austrocknung des Sees stellt weltweit eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen dar. Zu Zeiten der Sowjetunion hatte man in großem Umfang Wasser aus ihm abgeleitet, um die Baumwollfelder bewässern zu können. Aber auch Klimaschwankungen haben sich stets auf den Wasserspiegel des Sees ausgewirkt.

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    Foto, Anton Schkaplerow, Aralsee, Internationale Weltraumstation ISS, Weltraum, Russland