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21:46 12 November 2019
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    US-Präsident Donald Trump (Archiv)

    "Wegen Russland-Affäre" – Trump erklärt, warum Schul-Amokläufer dem FBI entging

    © REUTERS / Carlos Barria/File Photo
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    Der Amoklauf an einer amerikanischen Schule hat rund um die Welt für Entsetzen gesorgt – auch weil der Schütze schon Tage zuvor verdächtige gewaltbereite Inhalte veröffentlicht hatte und dennoch nicht gefasst wurde. Nun hat US-Präsident Donald Trump seine Begründung für das Versagen der US-Geheim- und Sicherheitsdienste geliefert.

    Laut Trump konnte der FBI die „Signale“ des Amokläufers von der amerikanischen Stoneman Douglas High School in der Stadt Parkland im US-Bundesstaat Florida nicht rechtzeitig erkennen und deuten, weil der Geheimdienst zu viel Zeit mit den Ermittlungen zu der angeblichen Einmischung Russlands in die amerikanischen Präsidentschaftswahlen von 2016 verbringt.

    „Es ist sehr traurig, dass der FBI all die vielen Signale verpasst hat, die der Schütze aus der Schule in Florida gesendet hatte. Das ist unannehmbar. Sie verbringen zu viel Zeit mit den Versuchen, die geheime Verschwörung mit Russland im Zusammenhang mit der Kampagne von Trump zu beweisen. Es gibt keine Verschwörung“, schrieb der Präsident auf Twitter.

    In der  Stoneman Douglas High School in der Stadt Parkland (Florida) war es am Mittwochnachmittag zu einer Schießerei gekommen — 17 Menschen wurden dabei getötet sowie mindestens 14 weitere verletzt.

    Der Täter wurde den offiziellen Angaben zufolge rund eine Stunde nach der Tat festgenommen. Es handle sich um Nikolas Cruz, einen 19-Jährigen, der einst selbst an dieser Schule gelernt hatte, aus disziplinarischen Gründen aber von der Schule verwiesen worden war.

    Das FBI wurde nach der Tat stark kritisiert.

    Der Amoklauf hätte verhindert werden können, da der Täter schon Tage zuvor verdächtige Inhalte in sozialen Netzwerken gepostet hätte, so die Kritik.

    US-Präsident Donald Trump beim Besuch der Broward County Sheriff's Office in Pompano Beach, Florida, am 16. Februar, drei Tage nach dem Amoklauf an der Stoneman Douglas High School
    © AFP 2019 / JIM WATSON
    US-Präsident Donald Trump beim Besuch der Broward County Sheriff's Office in Pompano Beach, Florida, am 16. Februar, drei Tage nach dem Amoklauf an der Stoneman Douglas High School

    Stand der Russland-Ermittlungen

    ​Die Ermittlungen zu der mutmaßlichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 sowie zu den angeblichen Verbindungen von US-Präsident Donald Trump nach Russland werden im amerikanischen Justizministerium und im US-Kongress geführt.

    Sowohl das Weiße Haus als auch der Kreml haben diese Vorwürfe stets dementiert. Der Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte die Vorwürfe mehrfach als "absolut unbegründet" bezeichnet.

    Zuletzt hatte die US-Justiz offiziell Anklage gegen 13 russische Bürger wegen angeblicher Einmischung in die Präsidentschaftswahl erhoben. Dies hatte der Sonderermittler Robert Mueller mitgeteilt.

    Die Angeklagten hätten "nichts ahnende" Mitglieder des Wahlkampfteams von Donald Trump kontaktiert, hieß es in der Anklageschrift.

    /NG/AE

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    Tags:
    Geheimdienst, Amoklauf, US-Präsidentschaftswahlen 2016, Russland-Ermittlungen, Russland-Affäre, US-Kongress, Das Weiße Haus, Stoneman Douglas High School, FBI, Robert Mueller, Dmitri Peskow, Donald Trump, Russland, USA, Florida