18:43 20 Oktober 2018
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    Teilnehmer der Aktion „Tolles Diktat“ (früher „Totales Diktat“) 2017

    Deutschkenntnisse getestet – „Tolles Diktat“ in russischen Sprachzentren

    © Sputnik / Ewgeni Bijatow
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    Am internationalen Tag der Muttersprache gab es russlandweit die Aktion „Tolles Diktat“ (früher „Totales Diktat“). Laut dem Moderator des Events, Dr. Roman Matweew, Phonetik-Lehrer am Bolschoi-Theater Moskau, war dieses Jahr auch ein Text über Fußball mit Bezug auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2018 in Russland dabei.

    Im Interview mit dem Sputnik-Korrespondenten Nikolaj Jolkin erzählte Matweew, dass dieser Text ein historisches Fußballspiel aus dem Jahre 1955 schildere, als die deutsche Nationalmannschaft erstmals nach dem Krieg in Moskau gegen die UdSSR-Elf gespielt habe. Es handle sich um einen Originaltext, der von einem Russlanddeutschen geschrieben und von dem ehemaligen Sprecher der „Stimme Russlands“ Waleri Kusowljow vorgelesen wurde.

    Matweew fand den Text nicht besonders anspruchsvoll, „weil die schwierigsten Ausdrücke aus diesem Text vor dem Diktat auf eine Leinwand geschrieben worden waren. Man konnte sich somit die ausgeklügelten Stellen vorher anschauen. Die meisten TeilnehmerInnen, die am,Tollen Diktat‘ im Deutsch-Russischen Haus in Moskau teilgenommen haben, waren Studenten der Fremdsprachhochschulen Moskaus. Die wichtigste Voraussetzung war, dass man schon fließend Deutsch sprechen musste.“

    Ein wirklich tolles Diktat?

    Matweew meint, dass es für die TeilnehmerInnen schon eine Herausforderung gewesen sei. „Sie waren alle sehr konzentriert und aufmerksam. Es gab wirklich eine Hochschulatmosphäre, fast eine akademische Atmosphäre. Die Kollegen waren sehr interessiert und in sich versunken.“

    Die Ergebnisse werden erst Ende März, Anfang April bekannt sein, da die TeilnehmerInnen nicht nur vor Ort im Deutsch-Russischen Haus an diesem Text gearbeitet, sondern die Aktion auch online verfolgt hätten. „Diese Veranstaltung hat jetzt einen internationalen Charakter angenommen“, so Matweew weiter. „Es sind nicht nur Teilnehmer in Russland, sondern auch aus mehreren Ländern: Weißrussland, Kasachstan und Deutschland. Das heißt, man wird abwarten, bis alle Ergebnisse eingetroffen sind und erst dann die Ergebnisse vorstellen.“

    Im vorigen Jahr hatten etwa 30 Tausend Menschen aus 64 Regionen Russlands sowie aus Kasachstan und der Ukraine an dem Diktat teilgenommen, die Interesse an der deutschen Sprache und Kultur haben sowie ihr Wissen testen möchten.

    Das komplette Interview mit Dr. Roman Matweew zum Nachhören:

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    Tags:
    Studenten, Kenntnisse, Sprache, Fußball-WM 2018, Russland, Deutschland