01:33 17 August 2018
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    Der internationale Flughafen von Ezeiza

    Russische Botschaft: Gefasster „Drogenkurier“ hat keine Verbindung zum „Kokain-Fall“

    CC BY 2.0 / Roger Schultz / Aeropuerto de Ezeiza
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    Vor wenigen Tagen hat eine gemeinsame russisch-argentinische Operation den Transport von Hunderten Kilogramm Kokain nach Moskau verhindert. Kurze Zeit später wurde ebenfalls in Argentinien ein russischer Drogenkurier gefasst. Die russische Botschaft in dem Land hat nun erklärt, dass der Festgenommene keinerlei Verbindung zum „Kokain-Fall“ habe.

    Laut der russischen Botschaft hat der russische Bürger, der beim Schmuggeln von etwa vier Kilogramm Kokain aus Argentinien gefasst worden war, keinerlei Verbindungen zu dem „Kokain-Fall“ rund um die russische Botschaft in Argentinien und ist höchstwahrscheinlich ein „gewöhnlicher Drogenkurier“.

    „In der Tat, am 25. Februar dieses Jahres wurde ein russischer Bürger am Internationalen Flughafen von Ezeiza gefasst, als er versucht hatte, etwa vier Kilogramm Kokain in seinem Gepäck zu schmuggeln. Diese Information wurde von der Polizei des Flughafens regulär an die russische Botschaft übermittelt (…). Wir unterstreichen, dass die Verhaftung keinerlei Verbindungen zu dem ‚Kokain-Fall‘ hat. Offenbar ist es ein ganz gewöhnlicher Drogenkurier“, hieß es der Stellungnahme der Botschaft gegenüber Sputnik International.

    Zuvor hatte die argentinische Sicherheitsministerin, Patricia Bullrich, erklärt, dass ein russischer Staatsbürger in Buenos Aires am Internationalen Flughafen von Ezeiza mit etwa vier Kilogramm Kokain in seinem Gepäck gefasst worden wäre. Sein Koffer habe demnach einen Doppelboden gehabt.

    „Der Inhaftierte beantragte keine Unterstützung, jedoch werde das konsularische Personal der Botschaft in naher Zukunft ein Treffen mit ihm abhalten, um die notwendige konsularische Hilfe zu leisten“, hieß es auch in der Erklärung der Botschaft.

    Letzte Woche hatte die Sicherheitsministerin erklärt, dass russische und argentinische Sicherheitskräfte in einer gemeinsamen Spezialoperation den Transport von etwa 389 Kilogramm Kokain nach Moskau verhindert und mehrere Personen gefasst hätten.

    Mit der gemeinsamen Operation soll bereits im Dezember 2016 begonnen worden sein, nachdem der russische Botschafter in Buenos Aires, Viktor Koronelli, das argentinische Sicherheitsministerium über den Fund mehrerer mit der Droge gefüllter Koffer in einem Nebengebäude der Botschaft informiert hatte. Das Kokain wurde beschlagnahmt und die Koffer mit Mehl gefüllt sowie mit Wanzen versehen, die es ermöglichten, Telefongespräche der Drogenhändler abzuhören.

    Einige Medien verbreiteten hierauf die Meldungen, dass das Rauschgift angeblich über diplomatische Kanäle hätten transportieren sollen. Vertreter des russischen Außenministeriums wiesen diese Berichte konsequent zurück.

    Zuletzt hatte es auch Unklarheiten über die Rolle eines gewissen Andrej Kowaltschuk gegeben, der in den Kokain-Fall involviert gewesen sein soll.

    Zunächst hieß es, dass er womöglich ein „technischer Mitarbeiter“ von russischen Auslandsvertretungsstrukturen in Deutschland gewesen sein soll. Das russische Außenministerium betonte jedoch, dass der Mann nie in den Strukturen des Außenministeriums gearbeitet habe.

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    Tags:
    Schmuggeln, Spezialoperation, Drogenkurier, Rauschgift, Drogenhändler, Schmuggler, Kokain, Koffer, Drogen, Botschaft, Medien, Das russische Außenministerium, Patricia Bullrich, Andrej Kowaltschuk, Viktor Koronelli, Buenos Aires, Argentinien, Deutschland, Russland
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