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15:41 21 Oktober 2019
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    Muslimische Frauen (Symbolbild)

    In nur einem Jahr: Bundesinnenministerium meldet knapp 1000 Attacken auf Muslime

    © AFP 2019 / John D Mchugh
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    Allein im Jahr 2017 hat das Bundesinnenministerium 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen registriert, bei denen 33 Menschen verletzt worden sein sollen. Das berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Samstag unter Verweis auf die Behörde.

    Demnach hat es knapp 60 Anschläge, Schmierereien und Schändungen von Moscheen sowie zudem Hetze gegen Muslime im Netz, Drohbriefe, Angriffe auf Frauen mit Kopftuch gegeben. Bei den Tätern soll es sich hauptsächlich um Rechtsextreme gehandelt haben. 

    Wie der Leiter des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, gegenüber dem Blatt sagte, sind in der Statistik aber bei Weitem nicht alle Delikte verzeichnet. Ihm zufolge sind Polizei und Staatsanwaltschaften nämlich oft noch nicht dafür sensibilisiert, weswegen viele Fälle in der Statistik nicht auftauchten. Zudem würden Betroffene oft keine Anzeige erstatten.

    In der vorigen Woche hatte das Innenministerium Zahlen zu Angriffen auf Flüchtlinge dem Bundestag vorgelegt. Demnach wurden 2017 in Deutschland 2219 Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingscamps, bei denen über 300 Menschen verletzt worden sein sollen, gemeldet. Zu den Delikten zählten gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Volksverhetzung, Hausfriedensbruch, schwere Brandstiftung und Sprengstoffexplosionen.

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    Tags:
    Statistik, Attacken, Flüchtlinge, Muslime, Innenministerium, Neue Osnabrücker Zeitung, Aiman Mazyek, Deutschland