03:42 15 November 2018
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    Der Indische Ozean

    Forscher warnen vor globaler Katastrophe

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    Die globale Erwärmung kann zu einem katastrophalen Rückgang des im Meerwasser gelösten Sauerstoffs führen, was ein massenhaftes Aussterben der Meeresfauna verursachen kann. Zu diesem Schluss sind Wissenschaftler von der neuseeländischen Univesity of Otago gekommen, berichtet das Online-Portal „phys.org“.

    Die Geologen hätten den Gehalt von Uranisotopen in etwa 100 Millionen Jahre alten Sedimenten im Süden Englands sowie in Italien analysiert. Dies habe ermöglicht, den Sauerstoffgehalt in den alten Ozeanen zu schätzen sowie die Ursachen seiner Erschöpfung zu ermitteln.

    Dem Bericht zufolge hat der hohe Gehalt an atmosphärischem Kohlendioxid dazu beigetragen, dass während des zweiten ozeanischen anoxischen Ereignisses vor 94 Millionen Jahren eine große Anzahl von Kohlenstoffverbindungen in die Ozeane gelangt ist.

    Wie die Wissenschaftler ferner mitteilten, steigt heutzutage die Konzentration von Treibhausgasen wegen menschlicher Aktivitäten viel schneller. Das für die Kreidezeit typische Niveau der Desoxygenierung werde nicht in Millionen, sondern in Hunderttausenden Jahren erreicht.

    Bemerkenswert ist auch, dass im Weltmeer bereits Todeszonen entstehen würden – Gebiete, in denen es im Wasser sehr wenig Sauerstoff gebe. Ökologen aus Schweden und den USA hätten eine Studie durchgeführt und herausgefunden, dass die Anzahl der Todeszonen in den letzten Jahren 400 überschritten habe.

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    Tags:
    Sauerstoff, Erwärmung, Gehalt, Katastrophe, Ozean, Wissenschaftler, Neuseeland