08:46 25 April 2018
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    Evakuierung von Zivilisten aus Ost-Ghuta

    Erstmals organisiert: Dutzende Zivilisten können Ost-Ghuta verlassen

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    In der Nacht auf Sonntag haben Zivilisten erstmals organisiert die Ortschaft Misraba in der umkämpften syrischen Rebellenenklave Ost-Ghuta verlassen können. Dies teilte der Sprecher des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Generalmajor Wladimir Solotuchin, mit.

    „Am Sonntag wurden 52 Zivilisten, darunter 26 Kinder, aus Ort-Ghuta evakuiert. Jetzt befinden sie sich auf dem Gelände einer ehemaligen Fahrschule in der Ortschaft Adra. Die humanitäre Situation wird geklärt. Innerhalb von zwei Tagen können sie die nötige Hilfe, auch medizinische, in Anspruch nehmen“, sagte Solotuchin.     

    Ihm zufolge erfolgte die Evakuierung über den sogenannten humanitären Korridor.   

    Indes sollen Bewohner von Ost-Ghuta den syrischen Militärs und Mitarbeitern des russischen Versöhnungszentrums gedankt haben. Wie ein Zivilist sagte, haben sie unter den Extremisten in Angst gelebt. 

    „Sie haben die Preise für Lebensmittel in die Höhe getrieben, ein hartes Lebensregime eingeführt – man hat sogar für die geringste Sünde den Kopf verlieren können. Nun hat die syrische Armee Misraba befreit. Jetzt ist dort alles ruhig“, erzählte er.

    Die Lage in Ost-Ghuta hatte sich in den letzten Wochen verschärft. Am 24. Februar hatte sich der UN-Sicherheitsrat auf die Resolution 2401 geeinigt, die einen 30-tägigen Waffenstillstand für ganz Syrien fordert. Laut dem russischen Versöhnungszentrum setzen aber die Kämpfer die Raketen- und Mörserangriffe fort.

     

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    Tags:
    Waffenstillstand, Evakuierung, Zivilisten, UN-Sicherheitsrat, Wladimir Solotuchin, Russland, Syrien
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