10:10 23 September 2018
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    Alien (Symbolbild)

    Neues aus der Astronomie: Kontakt zu Aliens möglich – aber erst wenn sie tot sind

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    Sollten Signale von Aliens jemals unsere Erde erreichen, sind jene zu diesem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich schon tot. Das legt die Forschung einer Gruppe US-amerikanischer Astronomen unter der Leitung von Frank Drake nahe, berichtet das Fachprotal „Science News“.

    Das Forscherteam hat den Bereich der Galaxie kalkuliert, der zu einem bestimmten Zeitpunkt mit extraterrestrischen Signalen gefüllt sein soll. Ihm zufolge entstehen und sterben Zivilisationen konstant. Wenn eine Zivilisation aber stirbt, verbreiten sich die von ihr zuvor gesandten Signale in der Milchstraße weiter in alle Richtungen. Deshalb müsste der Großteil unserer Galaxie mit Signalen von bereits gestorbenen Alien gefüllt sein, so die Wissenschaftler.

    Die Forscher nehmen an, dass die Mehrheit der intelligenten Zivilisationen, die imstande sind, Signale zu senden, nicht mehr als 100.000 Jahre existieren – so lange braucht es übrigens, um unsere Galaxie zu durchqueren. Deswegen sind ihnen zufolge die Chancen, Signale von noch existierenden Aliens zu bekommen, äußerst gering.

    Wie das Portal schreibt, sendet die Menschheit außerdem gerade erstmal seit 80 Jahren Signale in den Weltraum, deshalb decken unsere Radiowellen weniger als 0,001 Prozent der Milchstraße.

    Noch im Jahr 1961 hatte der US-amerikanische Astronom und Astrophysiker Frank Drake die sogenannte die Drake-Gleichung vorgestellt, die zur Abschätzung der Anzahl intelligenter Zivilisationen in unserer Galaxie dient. Allerdings sind die Unsicherheiten einzelner Faktoren in der Gleichung bestimmend für deren Aussagekraft. Viele beruhen lediglich auf Vermutungen, weshalb die aus dem Produkt der Faktoren abgeschätzte Gesamtzahl intelligenter Zivilisationen extrem ungenau wird.

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    Drake-Gleichung, Zivilisationen, Signale, Alien, Astronomen, Science News, Frank Drake, Galaxie, USA, Weltall