13:10 24 Juni 2018
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    Steht die Erde vor globalem Artensterben? Jüngste US-Studie klärt auf

    CC BY 2.0 / DonkeyHotey / Earth Horizon
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    Mehrere tausend Pflanzen- und Tierarten in den reichsten Naturgebieten der Welt könnten bis zum Jahrtausendwechsel infolge des Klimawandels aussterben. Dies belegt die jüngste Studie eines US-Forscherteams, die in der Fachzeitschrift „Climatic Change and just ahead of Earth Hour“ am Mittwoch veröffentlicht wurde.

    Demnach untersuchten die Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels auf fast 80.000 Pflanzen- und Tierarten in 35 der weltweit vielfältigsten und wildreichsten Gebiete. Die Studie zeigt eine Reihe von möglichen Klimawandel-Szenarien. Jedes Gebiet wurde wegen seiner Einzigartigkeit und der Vielfalt an Pflanzen und Tieren ausgewählt, hieß es.

    Die Studie ergab, dass mehrere Pflanzen- und Tierarten bei einer Erderwärmung um zwei Grad Celsius aussterben würden. Auch wenn dieser Grad-Wert, der als oberste Grenze im Pariser Klimaabkommen eingestuft ist, eingehalten werde, wäre der Artenschwund massiv: Unter solchen Umständen  würde in den Schlüsselregionen jede vierte Art aussterben.

    „Unsere Studie zeigt, dass es von großem Vorteil für uns wäre, die Erderwärmung von zwei Grad Celsius, die  die Spezies in 35 der wildreichsten Regionen der Welt gefährden, zu begrenzen. Wir haben etwa  80.000 Arten von Pflanzen, Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien untersucht und herausgefunden, dass 50 Prozent davon in diesen Gebieten ohne Klimapolitik verloren gehen könnten”, so Rachel Warren, die leitende Forscherin des Tyndall Centre für Klimawandel-Forschung an der University of East Anglia.

    Tiere wie Afrikanische Elefanten oder Große Pandas könnten regional verschwinden, ebenso wie zehntausende Pflanzen- und Insektenarten, deren Existenz die Grundlage des Lebens auf der Erde bilde.

    Klimaforscher glauben, dass der einzige Weg für die Verhinderung des globalen Aussterbens die Begrenzung von CO2-Emissionen sei.

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    Tags:
    Katastrophe, Naturschutz, Klimawandel, Erde, World Wildlife Fund (WWF), Australien, Großbritannien
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