21:09 22 September 2018
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    Cockpit der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    MH17-Abschuss über Ukraine: Verdächtiger Kampfpilot begeht Suizid

    © AFP 2018 / Emmanuel Dunand
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Fast vier Jahre nach dem Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH 17 über der Ukraine ist der ukrainische Ex-Kampfpilot Wladislaw Woloschin, der in die Katastrophe mit fast 300 Toten verwickelt sein könnte, getötet worden. Die ukrainische Polizei spricht von Selbstmord.

    Woloschin habe am Sonntag in seiner Wohnung in Nikolajew (Südukraine) Suizid begangen, teilte die lokale Polizei mit. Der 29-Jährige habe sich mit einer Pistole schwer verletzt und sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

    „Laut vorläufigen Erkenntnissen wurde aus einer Kampfpistole des Typs PM ohne Seriennummer geschossen“, teilte die Polizei mit. Die Waffe sei zur weiteren Untersuchung beschlagnahmt worden.

    „Nach Aussagen seiner Angehörigen war der Mann in letzter Zeit niedergeschlagen und sprach beunruhigende Absichten aus“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Allerdings seien Ermittlungen wegen „vorsätzlicher Tötung“ eingeleitet worden.

    Ukrainische Medien berichteten unter Verweis auf Woloschins Familie, dass der frühere Pilot, der zuletzt kommissarischer Direktor des Flughafens Nikolajew war, sich wegen Finanzproblemen das Leben genommen haben könnte.

    >> MH17 – War es doch eine ukrainische Su-25? >>

    Im Juli 2014 hatte Woloschin bei der ukrainischen Luftwaffe gedient. Über seine mögliche Verwicklung in den Abschuss der Boeing hatte der damalige Techniker der ukrainischen Luftwaffe, Jewgeni Agapow, berichtet. Nach seinen Worten hatte Woloschin, damals Hauptmann der ukrainischen Luftwaffe, am Tag der MH17-Katastrophe mit seinem Kampfjet vom Typ Su-25 seine Basis mit Luft-Luft-Raketen an Bord verlassen und war etwas später ohne Munition zurückgekehrt. Zu seinen Kameraden soll Woloschin gesagt haben, er sei "zur falschen Zeit am falschen Ort" gewesen.

    Die russischen Ermittlungsbehörden stellten Agapow unter Zeugenschutz.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen warfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

    Ein internationales Ermittlungsteam erklärte nach monatelangen Untersuchungen, die Maschine sei mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk vom Himmel geholt worden, die aus Russland in die Ukraine geholt und nach der Katastrophe zurück nach Russland gebracht worden sei. Wer genau geschossen hat, ist noch immer unklar.

    >> US-Rakete statt Buk: "MH17-Ermittler nehmen falsche Ausgangsdaten" >>

    Moskau wies die Schlussfolgerungen der westlichen Ermittler als voreingenommen zurück: Die Ermittler bauten ihre Version allein auf Angaben, die von der ukrainischen Regierung übermittelt worden waren.

    Vier Tage nach der MH17-Katastrophe hatte der russische Generalstab seine Radardaten veröffentlicht. Daraus geht unter anderem hervor, dass ein ukrainischer Kampfjet kurz vor der Katastrophe unweit der malaysischen Verkehrsmaschine geflogen war und dass das ukrainische Militär am Absturztag deutlich mehr Radare als gewöhnlich betrieben hatte. Der Generalstab übergab das gesammelte Material an die internationalen Ermittler und rief die USA auf, ebenfalls ihre Satellitenaufnahmen und andere Angaben offenzulegen, was bisher nicht getan wurde.

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    Su-25, MH17-Absturz, Luftwaffe, Donbass, Ukraine