04:09 26 April 2018
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    Mysteriöser Tod von russischem Manager in London: Mord oder misslungenes Sex-Spiel?

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    Der vor einer Woche tot aufgefundene russische Geschäftsmann und Partner des einflussreichen Oligarchen Boris Beresowski, Nikolaj Gluschkow, könnte bei einem Sexspiel erstickt sein, meldete die britische Zeitung „Daily Mail“ unter Verweis auf einen Insider am Dienstag.

    Wie eine Quelle aus dem Bekanntenkreis von Gluschkow gegenüber der Zeitung sagte, war er vor dem Tod von einem jungen Liebhaber in seiner Londoner Wohnung besucht worden.

    „Ich weiß nicht viel über ihn, nur dass er Denis heißt und viel jünger ist, ich würde sagen etwa 20 Jahre alt. Genauso wie Nikolaj kommt er aus Russland“, so die Quelle.

    „Ich denke, dass die Polizei feststellen wird, ob Gluschkow während eines Sexspiels, das furchtbar schief gelaufen ist, gestorben sein könnte.“

    Der Geschäftsmann habe anfänglich an seiner Heterosexualität festgehalten, später sich aber geoutet.

    Nikolaj Gluschkow, ein russischer Manager, war am 12. März tot in seiner Londoner Wohnung aufgefunden worden. Gluschkow hatte für die russischen Großkonzerne Avtovaz und Aeroflot gearbeitet. Wegen Betrug und Geldwäsche wurde er 2004 zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. 2010 erhielt er in Großbritannien Asyl. Zunächst waren die Umstände seines Todes unklar. Inzwischen soll die britische Polizei aber von Mord ausgehen – am Hals von Gluschkow seien Spuren von Gewalt entdeckt worden.

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    Tags:
    Homosexualität, Polizei, Mord, Manager, London