04:51 15 Juli 2020
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    Die Zahl der Vogelarten in Frankreich ist in den letzten anderthalb Jahrzehnten drastisch geschrumpft, weil Insekten, von denen sie sich ernähren, verschwunden sind. Dies berichtet die Zeitung „The Guardian“ am Mittwoch.

    „Die Situation ist katastrophal“, sagte Benoit Fontaine, Naturschutzbiologe am Naturhistorischen Museum in Paris. „Unsere Landschaft verwandelt sich allmählich in eine echte Wüste.“

    Der Hauptgrund dafür ist laut Forschern der intensive Einsatz von Pestiziden auf großen Flächen von Monokulturen, insbesondere von Weizen und Mais.

    Das Problem bestehe aber nicht darin, dass die Vögel auf diese Weise vergiftet würden, sondern dass die Insekten, von denen sie sich ernähren, verschwinden.

    „Es gibt kaum noch Insekten, das ist das größte Problem“, sagte Vincent Bretagnolle, ein CNRS-Ökologe am Zentrum für biologische Studien in Chize.

    Eine aktuelle Studie habe eine ähnliche Tendenz in ganz Europa gezeigt: In den letzten 30 Jahren sei die Zahl der Fluginsekten um 80 Prozent sowie die von Vogelpopulationen um etwa 400 Millionen zurückgegangen, unterstrich der Ökologe.

    „Wirklich beunruhigend ist die Tatsache, dass alle Vögel in der landwirtschaftlichen Umgebung mit der gleichen Geschwindigkeit zurückgehen, sogar die sogenannten ‚Generalisten‘, die auch an anderen Orten wie bewaldeten Gebieten leben können“, bedauert Bretagnolle.

    „Dies zeigt, dass sich die Gesamtqualität des landwirtschaftlichen Ökosystems verschlechtert.“

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    Tags:
    Landschaft, Pestizide, Vögel, Insekten, Frankreich