01:48 16 November 2018
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    Polizei-Absperrung nach dem Tod von Sergej Skripal

    Unerwarteter Zeuge im Fall Skripal aufgetaucht

    © REUTERS / Toby Melville
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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (107)
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    Der Ex-Doppelagent Sergej Skripal hat eine enge Freundin gehabt, die offenbar über dessen letzte Tage vor der Vergiftung berichten kann. Dies meldet die Zeitung „The Telegraph“.

    Demnach ist die Frau aus Russland nach Großbritannien gekommen. Der Grund für den Beginn der Beziehungen zwischen den beiden sei die finanzielle Attraktivität von Skripal gewesen.

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    „Er sagte ihr, dass er ein russischer Multimillionär sei und sie begannen zu kommunizieren. Die Polizei weiß nicht einmal, dass sie existiert. Nur wenige wissen von der Beziehung“, zitiert die Zeitung einen Freund des Paares.

    Ein anderer Bekannter von den beiden soll gesagt haben, dass die Frau große Angst habe und deswegen nicht zur Polizei gehen werde.

    „Als sie die Nachrichten über den Vorfall sah, sagte sie ‚Das war mein Ex‘. Sie hat wirklich Angst“, so der Bekannte.

    Am 4. März waren der 66-jährige ehemalige russische GRU-Agent und Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie sollen sich zurzeit im Koma befinden.

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    London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft war. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Wegen des Zwischenfalls in Salisbury hatte die britische Premierministerin,  Theresa May, Maßnahmen gegen Russland angekündigt, darunter die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten sowie die Einstellung aller Kontakte auf hoher Ebene. Das russische Außenministerium hatte am 17. März Gegenmaßnahmen angekündigt und 23 britischen Diplomaten zu Personen non grata erklärt.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Vorwürfe als „Quatsch, Unsinn, Nonsens“ bezeichnet, denn es sei undenkbar, dass sich jemand in Russland solche Aktionen am Vorabend der Präsidentschaftswahlen und der Fußball-Weltmeisterschaft erlauben könnte. Putin betonte, Russland verfüge über keine C-Waffen, die unter Kontrolle internationaler Beobachten entsorgt worden wären. Moskau sei bereit, mit Großbritannien bei den Ermittlungen zu der Vergiftung zusammenzuarbeiten.

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    Themen:
    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (107)
    Tags:
    Zeuge, Vergiftung, Sergej Skripal, London, Großbritannien, Moskau, Russland