21:58 21 November 2018
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    Lys Assia bei ESC-2009 in Moskau

    Erste ESC-Gewinnerin stirbt mit 94 Jahren

    © Sputnik / Ekaterina Tschesnokova
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    Die Grande Dame des Grand-Prix-Eurovision Song Contests, die Schweizerin Lys Assia, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Sputnik gedenkt mit Ihnen gemeinsam der Sängerin und ihres preisgekrönten Liedes.

    Assia wurde 1924 mit dem bürgerlichen Namen Rosa Mina Schärer in Rupperswill geboren. Sie hatte elf Geschwister und wuchs mit ihnen in Zürich auf. Seit ihrer Kindheit interessierte sie sich für Kunst: Sie nahm Ballettunterricht und besuchte das Konservatorium sowie die Kunstakademie.

    1950 gelang der Schweizerin ihr erster Hit mit dem Titel „O mein Papa“. Mit dem Song „Refrain“ gewann sie 1956 den allerersten ESC und eine Goldene Schallplatte. Damals nahmen an dem Wettbewerb nur sieben Nationen teil: Deutschland, die Schweiz, Belgien, Italien, Luxemburg, die Niederlande und Frankreich. Der Gran Premio Eurovisione della Canzone Europea, wie der ESC damals hieß, fand im Kursaal-Theater von Lugano statt. Mit ihrem musikalischen Sieg wurde Assia europaweit bekannt, obwohl die Strahlkraft des ESC-Wettbewerbes damals viel bescheidener als heute war.

    Aufgrund des ersten Erfolges auf der europäischen Musik-Bühne entschied sich die Schweiz sowohl im Jahr 1957 als auch 1958 wieder für Assia als ESC-Vertreterin des Landes.

    Als „coole Oma“ bewarb sie sich 2012 noch einmal um die Teilnahme am ESC mit dem Song „Nicht alle unsere Träume werden wahr“. Allerdings kam sie nicht durch die Vorauswahl. Trotz des gescheiterten Versuchs blieb sie gemäß ihrem Image in diesem Lied ganz cool. Ihr genüge es schon, wieder ein wenig dabei zu sein und die Song Contest-Luft zu spüren, sagte sie damals. Im Jahr 2017 gestand sie gegenüber der Zeitung „Blick“, dass sie ein sehr glückliches Leben geführt habe. Sie sei nie enttäuscht worden, wenn sie Gott um etwas gebeten habe.

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    Tags:
    tot, Gewinnerin, Eurovision Song Contest, ESC, Lys Assia, Schweiz, Europa